(Möllenbeck) Schön, dass ihr alle wieder da seid“, so begrüßte Rosi Spengler, die 1. Vorsitzende des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Möllenbeck die zahlreichen Gäste im vollbesetzten Winterrefektorium des Klosters in Möllenbeck nach dem ersten Musikstück.
Nach drei Jahren Corona-Pause konnte der Musikzug wieder einen gemütlichen Nachmittag mit Blasmusik, Kaffee und Kuchen im Kloster veranstalten. Leider blieben in der Helfer-Reihe einige Plätze leer. „Dort säßen jetzt eigentlich die Kameraden der aktiven Wehr“, so Spengler, „diese sind aber noch beim Brandeinsatz von letzter Nacht auf einem Bauernhof in Hessendorf. Wir haben kurzfristig beschlossen, einen Teil der Spenden des heutigen Nachmittages an die betroffene Familie weiterzuleiten!“
Mit der modernen Polka: „Mit Schwung und Harmonie“ setzten die Musiker das Programm fort. Als „Blasmusikdazwischenschwätzer“ führte der musikalische Leiter, Ulrich Menneking, durchs Programm und erzählte manche Anekdote zu den entsprechenden Stücken. Dazu zählte neben dem Konzertmarsch „Abel Tasman“ auch „Udo Jürgens Hitmix“ ebenso wie die „Böhmische Liebe“ und „Fliege mit mir in die Heimat“
In der Pause wartete im Sommerrefektorium ein großes Kaffee- und Kuchenbuffet auf die Gäste. Im Anschluss daran spielte Andreas Blome als lustiger Schmied und Solist gekonnt den Amboss in der gleichnamigen Amboss-Polka.
Diese Polka führte der Musikzug vor über 40 Jahren schon einmal auf, damals in der Lieth-Halle mit Landrat Heiner Schoof und Kreisbrandmeister Ernst Siekmeier als Schlagzeuger. Als Solistin brillierte auch Rosi Spengler beim Steiger-Marsch, der heimlichen Hymne der Bergleute. Das Singen dieser 500 Jahre alten Melodie wurde vor einigen Monaten als immaterielles Kulturerbe in das deutsche Verzeichnis der UNESCO aufgenommen. Nach tosendem Applaus und zwei Zugaben entließen die begeisterten Zuhörer den Musikzug in den wohlverdienten Feierabend. „Ein herrlicher und wunderschöner Nachmittag“, so das Resümee aller Beteiligten.