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Rintelner Carnevalsverein zieht Bilanz und findet Übergangslösungen

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(Rinteln) Später als üblich im Jahresverlauf tagte kürzlich die Mitgliederversammlung des Rintelner Carnevalsvereins (RCV). Zuvor war es dem Vorstand wichtiger, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und die Großveranstaltungen an die neuen Umstände anzupassen. Neue Veranstaltungsorte mussten gesucht werden und viele daraus resultierende Probleme mussten gelöst werden. „Das war und wird ein ganz schönes Stück Arbeit für uns alle. Aber wir haben ganz gute Übergangslösungen gefunden“, berichtete Vorsitzender Sebastian Westphal. Das Oktoberfest konnte man erfolgreich im gesponserten Zelt am Steinanger feiern und die Karnevalsveranstaltungen werden in der Mehrzweckhalle in Todenmann stattfinden.

Zuvor dankte Westphal Bürgermeister Thomas Priemer dafür, dass die Karnevalsveranstaltungen zu Beginn des Jahres noch im Brückentorsaal durchgeführt werden duften: „Das war bedingt durch die aktuelle Situation nicht selbstverständlich. Wir wissen das wirklich sehr zu schätzen.“ In diesen Dank bezog Westphal ausdrücklich auch die Ortsfeuerwehren Rinteln und Möllenbeck ein, die jeweils die Brandsicherheitswachen durchführten.

Wären die Veranstaltungen ausgefallen, wäre das für den Verein ein großer finanzieller Schaden gewesen, denn die gebuchten Künstler hätten trotzdem bezahlt werden müssen und wichtige Einnahmen wären entfallen. Außerdem trainieren die aktiven Mitglieder das ganze Jahr über dafür. Für alle, besonders aber für die Kinder, wäre das eine riesige Enttäuschung gewesen, wenn sie nicht hätten auftreten dürfen.

Der RCV-Vorstand hat viel Zeit und Energie in Übergangslösungen gesteckt. (Foto: pr)

Grundsätzlich verzeichnet der Verein weiterhin eine positive Entwicklung. Für die letzte Prunksitzung hätten sogar noch weitaus mehr Karten verkauft werden können, als erlaubt waren. Aus Gründen des Brandschutzes war die Zahl der Sitzplätze leider limitiert. Der Karneval am Nachmittag und der Kinderkarneval sind seit Jahren sehr gut besucht. Gerührt waren die RCV Mitglieder als am Ende des Kinderkarnevals Tränen flossen, weil Mütter und Kinder befürchteten, dass es diese schöne Veranstaltung zukünftig nicht mehr geben könnte.

Für die Kinder- und Jugendtanzsportgruppen berichtete Steffi Fromme, die zusammen mit Pia Thierbach und Christine Metzner die einzelnen Gruppen und Solotänzerinnen trainiert. Insgesamt 25 jugendliche Tänzerinnen gehören aktuell zur Tanzsportabteilung des RCV. „Da es sich um einen Teamsport handelt, ist die regelmäßige Teilnahme am Training wichtig und Voraussetzung für die Auftritte“, betont Fromme. Training und Auftritte werden auch außerhalb der Karnevalszeit durchgeführt. Die Fürstengarde trat zum Beispiel mit ihrem Feuerwehrtanz beim Kuppelcontest in Möllenbeck auf und die Minis erfreuten bei so mancher Feier die Gäste mit ihrem Tanz. Besonders involviert sind die jungen Tänzerinnen auch in die Städtepartnerschaft mit Slawno. Hier ist eine sehr enge Freundschaft mit den dortigen Tanzgruppen entstanden und regelmäßig stehen gegenseitige Besuche und zukünftig auch gemeinsame Projekte auf dem Programm.

Ebenfalls zur Tanzsportabteilung gehören die reiferen Klosterelfen und die Weserladies, die ebenfalls das ganze Jahr über trainieren. Letztere haben gerade das Oktoberfest am Steinanger mit einem tollen Eröffnungstanz bereichert. Beide Gruppen trainieren aktuell für ihre Karnevalsauftritte – die Klosterelfen mit einem neuen Trainerinnenteam.

Musikalisch gehören die Rintelner Jungs unter Leitung von Professor Hans Hübner seit Jahren fest zum RCV. Auch in der letzten Session waren sie bei allen großen und kleineren Veranstaltungen des Vereins ein wichtiger und tragender Bestandteil.

Als Schatzmeisterin berichtete Verena Stahlhut über solide Finanzen und verschiedene Kennzahlen bevor sie vom stellvertretenden Ortsbürgermeister Patrick-Alexander Zerbst einen „eckigen Blumenstrauß“ für die Vereinskasse entgegennahm. (pr)

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