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Wohin mit der Mülltonne? Baustelle in Todenmann wirft Fragen auf, Infoveranstaltung im Gasthaus "Zur Linde"

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Eine Großbaustelle beschäftigt nicht nur die Baufirma, sondern auch die Anwohner, die mit ihr leben müssen. So auch in Todenmann, wo die Einwohner des Kirschendorfs mit Vertretern der Stadt Rinteln, der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und dem ausführenden Bauunternehmen, Dr. Völkmann GmbH aus Bramsche, anlässlich eines Info-Abends zusammenkamen.

Die Ortsdurchfahrt (L441) wird in mehreren Abschnitten neu gebaut, ein gemeinsamer Rad-/Gehweg angelegt. Das erfordert einiges an logistischer Vorplanung – und wirft Fragen bei den betroffenen Anwohnern auf. Zwar wird ein großer Teil der Bauarbeiten unter halbseitiger Sperrung der Fahrbahn durchgeführt, doch werden Vollsperrungen und weiträumige Umleitungen unumgänglich sein. Bis Mitte Oktober 2016 soll alles fertig sein, dann gehören Schlaglöcher und Rumpel-Fahrbahnen in Todenmann hoffentlich der Vergangenheit an.

Bis zum 19. November soll das erste, rund 320 Meter lange Teilstück fertig gestellt sein, führte Henrik Notthoff, Bauleiter der Dr. Völkmann GmbH, aus. Die erste Vollsperrung ist vom 31.10. – 19.11. vorgesehen. Jedenfalls, sofern im Fahrbahnuntergrund keine weiteren Überraschungen lauern und die Standfestigkeit gewährleistet ist. Fahrversuche sollen Klarheit schaffen, notfalls muss der Untergrund weiter ausgekoffert und neu aufgefüllt werden, was zeitliche Verzögerungen mit sich bringen könnte.

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Danach geht es sofort weiter. Der zweite Bauabschnitt startet am 20.11.2015 und soll am 15.02.2016 fertig werden – trotz des Winters. Bauabschnitt Drei beginnt am 15.02.2016 und wird voraussichtlich Anfang Mai 2016 fertig, dann geht es weiter mit dem vierten Abschnitt; die angepeilte Fertigstellung liegt hier am 15.06.2016. Nahtlos schließt sich der letzte Bauabschnitt an, ehe das Vorhaben „Anfang bis Mitte Oktober 2016“ seinen Abschluss finden soll. Zwischendurch wird die Telekom die Gelegenheit zur Verrichtung von Arbeiten nutzen, die Abwasserbetriebe führen ebenfalls nötige Reparaturen durch.

Von Seiten der Anwohner gab es zu etlichen Punkten Anregungen und Klärungsbedarf. Was passiert bei der Müllabfuhr? Selbst beim jetzigen Zustand der halbseitigen Sperrung droht das Chaos, sollte der Müllwagen auf der einspurigen Fahrbahn halten und Mülltonnen entleeren müssen. Kommt dann noch der Verkehr aus entgegengesetzter Richtung dazu, dürfte nichts mehr gehen. Nach kurzer Beratung einigte man sich darauf, dass die Anwohner ihre Müllbehälter ausserhalb des Baustellenbereichs vor die Ampeln stellen sollen, mit Hausnummern beschriftet. Wer Hilfe benötigt, könne sich an die Mitarbeiter des Bauunternehmens wenden. Das Abfuhrunternehmen wird informiert.

Auch die Verkehrsbeförderungsbetriebe sind in Kenntnis gesetzt, eine Ersatz-Bushaltestelle während der Vollsperrungen wird an der Fülmer Straße eingerichtet. Aushänge in den Wartehäuschen sollen Reisende informieren.

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Von links: Michael Abraham (Vorarbeiter), Henrik Notthoff (Bauleiter) und Elena Kuhls (Baudezernentin der Stadt Rinteln) bei der Info-Veranstaltung zur Baustelle in Todenmann.

Einige der Vorschläge hatte Bauoberrätin Elena Kuhls (Stadt Rinteln) notiert versprach, für Klärung zu sorgen. So ist zwar das Parken am Straßenrand innerorts erlaubt, würde es beispielsweise Sonntags zum Gottesdienst genutzt, drohe das nächste Verkehrschaos, so ein Anwohner. Während der Vollsperrung Todenmanns könne man doch die Straße, die nicht von der Baufirma genutzt würde, zum Parken nutzen – lautete ein anderer Vorschlag. Das alte Schulgelände könne doch auch als Parkplatz genutzt werden: Auch hier soll der Sachverhalt geklärt werden. Damit die Fülmer Straße nicht als Umleitungsstrecke von LKW genutzt wird, solle sie gut sichtbar von der Eisberger Seite aus entsprechend beschildert werden. Doch dafür ist ein anderes Bundesland zuständig. Die Straßenbeleuchtung, so Miriam Krumm von der Niedersächsischen Landesbehörde, werde nicht verändert – sondern nur versetzt, dort, wo sie sonst im Weg stünde.

Viele Fragen werden erst im Laufe der Zeit auftreten, die Baustelle ist umfangreich und geht schließlich über einen längeren Zeitraum. Mit Ansprechpartnern vor Ort sollen daher möglichst direkt Probleme besprochen und Lösungen gesucht werden. Auch Sonderveranstaltungen sollen bei Bedarf abgehalten werden, so Kuhls: „Ansonsten haben wir auch Ortsratssitzungen, da wird die Baustelle auch immer ein Thema sein.“

Zuversichtlich und mit einer Prise Humor zeigte sich der Bauleiter angesichts des zeitlichen Ablaufs: „Die Baustelle ist seit letzter Woche in Betrieb. Derzeit liegen wir voll im Zeitplan.“

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