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Droht Rinteln das Chaos? Der Ausbau der Bahnstrecke Elze-Löhne bewegt Bürger und Politik

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Staus vor Schranken, endlose Güterzüge und Chaos auf der Straße während es auf der Schiene rollt. Droht Rinteln eine Zweiteilung durch einen möglichen Ausbau der Bahnstrecke Elze – Löhne für den Güterverkehr?

Bestrebungen aus der Region Hannover haben zum Ziel, die vorhandene Bahnstrecke Elze – Löhne zweigleisig auszubauen, um die Bahnstrecke Hannover – Minden zu entlasten. Was den einen Entlastung verschafft, hätte für Rinteln (und die Region) einen Zustand des totalen Verkehrschaos zur Folge. Güterzüge, weitaus länger als die Züge zur Personenbeförderung, würden durch Rintelns Nordstadt rauschen, während der Auto-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr die Zeit mit Warten verbringt. Öffnen die Schranken dann, bleiben nur wenige Minuten um die Staus auf den Straßen aufzulösen. Dann rauscht schon wieder der nächste Zug durch Rinteln und die Bahnschranken schließen sich erneut.

Man muss kein Hellseher sein, um die chaotischen Folgen für Rinteln vorhersagen zu können. Bereits heute gibt es zu Stoßzeiten Staus an den Bahnübergängen Stoevesandtstr./Alte Todenmanner Str., bzw. am Kreisverkehr zwischen LIDL und der Großen Tonkuhle. Dieses Foto ist heute mittag entstanden:

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Eine Momentaufnahme, wie sie mehrfach täglich zu beobachten ist. Wenn der Ausbau der Gütertransitstrecke kommt, wird es noch viel schlimmer.

Aufgrund des drohenden Kollaps bei Verwirklichung des Ausbauszenarios hat die Stadt Rinteln am 17.12.2014 eine Ratssitzung einberufen. Dabei will die Verwaltung über aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit dem etwaigen Ausbau der Bahnstrecke Elze – Löhne informieren. Innerhalb von drei Monaten soll seitens der Stadt eine öffentliche Informationsveranstaltung organisiert werden. Ein Planungsbüro soll das Gefährdungspotenzial und eine Folgenschadensanalyse für den angenommenen Fall des Ausbaus der Bahnstrecke im Stadtgebiet Rinteln erstellen. Da hierfür keine Haushaltsmittel vorgesehen wurden, müssen die Ausgaben in Höhe von ca. 20.000 Euro entweder durch Einsparungen oder eine weitere Kreditaufnahme erfolgen.

Die Folgen bei einem etwaigen Ausbau der Strecke würden sich, so die Stadt, auf längere Schließzeiten an allen Bahnübergängen auswirken. Dadurch entstünden längere Rückstaus und Behinderungen für den Rettungs- und Feuerwehrdienst, Lärm und Erschütterungen durch Güterzüge. Die Beeinträchtigung der Lebensqualität in den anliegenden und umliegenden Wohnquartieren wäre ebenso vorhanden wie eine Einschränkung der städtebaulichen Planungen für Wohn- und Sondergebiete. Dazu würde das Image des Naturparks Weserbergland als Touristenziel Schaden nehmen.

Datenquellen für das Gutachten können unter anderem Luftbildauswertungen, Verkehrszählungen, Lärmemissionswerte und Daten der Artenschutzkartierung dienen. Mit den frühzeitig belastbaren Daten soll das raumbezogene Konfliktpotenzial festgelegt und eine „Anstoßwirkung“ für Nachbarkommunen erzeugt werden.

Der Termin für die nächste Sitzung ist Mittwoch, der 17.12.2014, um 19:00 Uhr im Saal des Ratskellers auf dem Marktplatz. Die Sitzung ist öffentlich.

Widerstand formiert sich unterdessen auch online. Bei der Petition „Kein schwerer Gütertransit im Naturpark Weserbergland“ können (und sollten) alle mitmachen. Nach jetzigem Stand der Dinge (5.12., 14:00 Uhr) haben 84 Menschen unterschrieben. Gebraucht werden 20.000 Unterschriften und es verbleiben noch 173 Tage. Hier geht es zur Petition: KLICK

Auf Facebook wurde die Gruppe „Initiative gegen Bahn-Trasse Rinteln“ für besseren Informationsaustausch gegründet: KLICK

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