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Rettungshundestaffel Weserbergland trainiert im Steinzeichen Steinbergen

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Aus der Ferne ist das Geräusch einer Glocke zu hören, die immer näher kommt.

Plötzlich flitzt “Easy”, eine neunjährige Bordercolliehündin, durch den Eingang des Indianerzelts und entdeckt den Autor dieser Zeilen, der sich im Selbstversuch “versteckt” hat und nun vom Rettungshund gefunden werden soll.

Easy hat ihre Aufgabe erledigt, setzt sich auf den Boden und bellt laut, um Halterin Petra Ackmann auf ihren Fund aufmerksam zu machen. Schließlich gibt es auch etwas Leckeres und Streicheleinheiten zur Belohnung. Die Kenndecke, eine Art Schutzweste in Signalfarben, mit Beleuchtung und Glöckchen ausgestattet, signalisiert dem Tier: Achtung Ernstfall.

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Ganz “easy” gefunden: Nicht einmal 60 Sekunden brauchte die Rettungshündin um den versteckten Menschen aufzuspüren.

Einmal ausgepackt und angelegt, sind die Tiere mit großer Begeisterung bei der Arbeit. Die Hündin “Easy” gehört zu einer Gruppe von elf sogenannten Flächensuchhunden, die sich jetzt mit ihren Besitzern, Mitgliedern der Rettungshundestaffel Weserbergland e.V. jetzt zu einem Training im Steinzeichen Steinbergen trafen.

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Ein kleiner Snack als Belohung: Hundehalterin Petra Ackmann mit Rettungshündin “Easy”.

Die Rettungshundestaffel mit Sitz in Bad Münder wird immer dann gerufen, wenn es darum geht, vermisste Personen ausfindig zu machen. Typische Einsätze sind zum Beispiel die Menschensuche in unwegsamem Gelände, abgängige Patienten aus Altersheimen, Krankenhäusern oder Betreuungseinrichtungen. Im Gegensatz zu den nicht angeleinten Flächensuchhunden, die innerhalb ihres zweieinhalb- bis dreijährigen Trainings dafür ausgebildet und geprüft werden, beispielsweise eine Fläche von 30.000 Quadratmetern innerhalb von 30 Minuten nach 1-3 Personen zu durchsuchen, suchen die “Mantrailer” gezielt nach einer Person. Auf die Fährte bringt sie dabei typischerweise ein Kleidungsstück des Vermissten.

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Premiere: Zehn der elf anwesenden Rettungshunde posieren fürs Gruppenfoto.

“Prinzipiell lässt sich fast jeder mittelgroße Hund zu einem Rettungshund ausbilden, der über Spiel- und Fresstrieb zum Arbeiten animiert werden kann”, erklärt der erste Vorsitzende des Vereins, Rüdiger Lohmann. So ist die Palette der anwesenden Hunderassen sehr vielfältig: Da wäre Bordercollie “Easy”, die Labradorhündin “Emma”, “Jil” – eine Irish Soft Coeated Wheaten Terrierdame, der Australian Shepherd namens “Seven”, “Ayla”, eine belgische Schäferhündin, die zwei Labradorhunde “Feli” und “Kaya”, “Mia”, eine portugiesische Wasserhündin, der Schäferhundmix “Bongo” sowie ein Weimeraner namens “Amber”.

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Zum Einsatz kommen die Rettungshunde im gesamten Landkreis Schaumburg sowie Hameln-Pyrmont. “Dabei”, so der erste Vorsitzende, “trainieren und üben wir immer fleißig, hoffen aber dass es nie zum Ernstfall kommt.” Die Vereinsmitglieder üben ihre Tätigkeit übrigens ehrenamtlich aus, die Personensuche muss nicht bezahlt werden.

Der Verein freut sich übrigens immer über geeignete Möglichkeiten, mit den Hunden trainieren zu können. Ideale Übungsbedingungen sind große und weiträumige Waldgebiete, damit sich Easy, Seven, Amber und Co. optimal für den Ernstfall vorbereiten können.

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