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Bewegung im Brückentor-Komplex: Saal im 1. Stock, mehr Fläche und – vielleicht – H&M in Rinteln

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Dem Brückentor-Komplex am nördlichen Ende der Rintelner Innenstadt könnte schon in naher Zukunft neues Leben eingehaucht werden. Den Anfang machte eine nichtöffentliche Sitzung des Verwaltungsausschusses im Mai diesen Jahres, bei der erste Pläne des Investors Norbert Dittel vorgestellt wurden. Dieser plant einen Kauf des gesamten Gebäudes von Eigentümer Christian Schneidewind, dann soll neu geplant und umgebaut werden. Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe wären nötig, ebenso Anstrengungen der Stadt Rinteln.

Letztere müsste in den Verkauf des Brückentorsaals und der Restaurant-Räumlichkeiten einwilligen. Das Gutachten über den Verkehrswert ist vom Katasteramt angefertigt worden. Ein Verkehrsgutachten ist ebenfalls erstellt. Hintergrund ist ein Umbau der Kreuzung für verbesserten Verkehrsfluss, bessere Anbindung des Brückentorgebäudes an die Fußgängerzone und eine Verlängerung bis zum „Woolworth“, all dies jedoch unter Rücksichtnahme auf die Verkehrsanlagen, wie Bürgermeister Thomas Priemer auf Anfrage erläutert.

Der Brückentor-Komplex, hier eine Archiv-Aufnahme, soll Plänen des Investors zufolge aufgestockt und erweitert werden. Unbestätigten Informationen zufolge soll die Modekette „H&M“ an einem Standort im neuen Gewerbeteil interessiert sein. (Foto: Archiv/privat)

Für die Konzeption und Gestaltung soll der Architekt Wolfgang Hein ins Boot geholt werden. Im Brückentorkomplex bleibt kein Stein auf dem anderen, sofern die Pläne umgesetzt werden. Der Brückentorsaal, beliebter Veranstaltungsort für Feste aller Art, soll in den ersten Stock ziehen und wird dann von der Stadt gemietet. Die Gewerbeflächen sollen auf rund 5.000 Quadratmeter ausgebaut werden und 25, jeweils 70 Quadratmeter große, Wohneinheiten sind geplant. Ein Kernziel ist es, durch die Schaffung attraktiver Flächen einen großen, beliebten Filialisten zur Geschäftseröffnung in der Weserstadt zu bewegen und somit die Attraktivität fürs Shopping in Rinteln zu steigern. Ob es sich dabei um die beliebte Modekette „H&M“ handelt, war bisher nicht eindeutig in Erfahrung zu bringen, doch unseren Informationen zufolge ist diese Variante sehr wahrscheinlich.

Damit das Projekt umgesetzt werden kann, gibt es für die Stadtverwaltung ebenfalls noch einige Punkte zu erledigen. So muss der Bebauungsplan geändert und die Nutzflächenzahl erhöht werden. Neben diesen baurechtlichen Aspekten gilt es, die Parkplatzfrage am Pferdemarkt zu klären. Die vorhandene Parkpalette müsste erweitert werden. Die Zeit spielt bei allen Überlegungen übrigens eine wichtige Rolle. Um plangemäß beginnen zu können, muss die Stadt ihren Pflichten bis Mitte nächsten Jahres nachkommen. Dann kann die Chance zur Stärkung des Einkaufsstandortes Rinteln genutzt werden.

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