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„Der Mensch muss damit aufhören, die Natur als Materialentnahmestelle und Müllhalde zu missbrauchen“

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(Hohenrode) Mildes Maiwetter herrscht an diesem Himmelfahrtstag, als immer mehr Besucherinnen und Besucher den Badestrand des Freizeitvereins Hohenrode-Strücken betreten, um auf einer der zahlreich aufgestellten Holzbänke Platz zu nehmen. Pastorin Elisabeth Schacht-Wiemer und Pastor i.R. Klaus-Henning Dageförde haben zu einem „Freiluft-Gottesdienst“ eingeladen, der unter der Überschrift „Natur und Schöpfung“ stand.

Am Ufer wurde ein Kreuz aus Birkenstämmen postiert, geschmückt mit blühender Heckenrose und roten Mohnblumen. Dass es zahlreiche Parallelen zwischen dem kirchlichen Glauben und der Natur gibt, kann man in der Bibel an zahllosen Liedern erkennen, von denen einige beim Gottesdienst gesungen wurden. Unterstützt wurde dieser durch den Exter Posaunenchor, der an diesem Morgen vertreten war. Auch der Männergesangsverein Hohenrode war anwesend, um den Gottesdienst musikalisch zu begleiten.

(Foto: NABU/Kathy Büscher)

Pastor i.R. Dageförde, sowohl ehrenamtlicher Naturschützer als auch Theologe, sprach deutliche Worte, denn der Artenrückgang schreitet immer mehr voran. Vor allem das Insektensterben ist momentan in aller Munde: „Der Mensch muss damit aufhören, die Natur als Materialentnahmestelle und Müllhalde zu missbrauchen“, mahnt er an.

Während er wichtige Parallelen zwischen Natur und Glauben zieht, schwimmt munter ein Haubentaucherpaar am Badestrand vorbei. In der Luft fliegen zwei Flussseeschwalben gekonnt ein paar Runden, um sich anschließend auf den orangefarbenen Bojen des Freizeitvereins niederzulassen. Ergänzend zum Gottesdienst kann die Insektenausstellung in der Exter Kirche besucht werden, die noch bis Mitte Juni dort zu sehen ist. (pr)

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