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„Einsatz führt zu Erfolg“: Kreistagsabgeordneter Sasse erfreut über zusätzlichen Nacht-Rettungswagen für Rinteln

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Der Rintelner Kreistagsabgeordnete Heinrich Sasse hat zum Thema des zusätzlichen Rettungswagens für die Nachtzeit in Rinteln ab dem 1. Mai diesen Jahres eine Pressemitteilung veröffentlicht:

„Ich freue mich als Rintelner Kreistagsabgeordneter für Rinteln, seine Ortsteile und alle seine Bewohner darüber, dass wir in Rinteln und seinen Gemeinden ab 1.5.2017 durch den Einsatz eines weiteren Rettungswagens ein großes Stück mehr Rettungs- und Not-Versorgungssicherheit gewinnen. Ich bin von Rettungskräften und Notärzten die letzten zweieinhalb Jahre häufig auf Transport-Defizite hier in unserem Rintelner Versorgungsbereich angesprochen worden. Die Rettungskräfte wie auch die Verantwortlichen des DRK Rettungsdienstes haben in dieser Richtung offensichtlich einmütig auch Defizite gesehen, diese nicht totgeschwiegen und dann auch beim Landkreis vorgebracht.

Auch ich selbst habe in dieser Richtung mehrfach den Landrat und auch Herrn Dr. Rogge als Chef des alten und neuen Klinikums persönlich darauf hingewiesen, dass mir von dritter Seite hier oftmals bedenkliche Zustände gemeldet worden sind, die für mich persönlich mehrfach die aus meiner Sicht begründete Sorge auslösten, dass wir in Rinteln diese Notfall-Rettungssicherheit verbessern müssen. Ich habe den Landrat darauf hingewiesen, dass sein auch mir gegenüber geäußerter Hinweis darauf, dass die Eintreffens-Zeit in 95 % der Fälle nur im Landkreis-Durchschnitt gewährleistet sein muss, jedenfalls dann keine Entschuldigung mehr ist, wenn es im Einzelfall dann wirklich einmal zu einem Todesfall kommt, der allein hätte vermieden werden können, wenn der Rettungstransportwagen eben in 15 Minuten da gewesen wäre und nicht erst in 25 Minuten. Dann würde der Hinweis auf die Erfüllung nur der durchschnittlichen Eintreffenszeit die Hinterbliebenen eines solchen Opfers wenig trösten und spätestens dann würde eine öffentliche Diskussion ausgelöst werden und notfalls würde ich persönlich dafür sorgen.

Ich freue mich, dass endlich einmal persönlicher Einsatz von Rettungskräften, DRK-Verantwortlichen und Politikern auf Landkreisebene in einem solch sensiblen Bereich zu einem konkreten Erfolg und zu einer Erhöhung der Rettungsicherheit führt. Nicht zuletzt danke ich auch dem Landkreis für diese Unterstützung.“

(Archivfoto)

Zur Erklärung: Die gesetzliche Hilfsfrist, also der Zeitraum zwischen Beginn des Einsatzes durch die zuständige Rettungsleitstelle bis zum Eintreffen am Einsatzort, soll laut §2 Abs. 3 der Verordnung über die Bemessung des Bedarfs ein Einrichtungen des Rettungsdienstes in 95 Prozent der in einem Jahr zu erwartenden Notfalleinsätze 15 Minuten nicht überschreiten. 2016 lag dieser Wert landkreisweit bei 95,10 Prozent. Aufgeschlüsselt nach Rettungswachenbereichen stand Rinteln mit nur 92,10 Prozent jedoch als Schlusslicht in der Tabelle da. Spitzenreiter war Stadthagen mit 97,40 Prozent, gefolgt von Bückeburg mit 96,36 Prozent. Der Landkreis konnte jetzt in der Budgetverhandlung mit den Krankenkassen am 8. März 2017 aushandeln, dass in Rinteln ab dem 1. Mai 2017 ein weiterer Rettungswagen nachts bezahlt wird. Aktuell laufen noch Verhandlungen, ob die Kassen auch tagsüber weitere Kosten für zusätzliche Einsatzstunden übernehmen werden.

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