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Feuerwehr übt den Ernstfall im Weserauentunnel

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Die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica wurde am Dienstag, 19.09.2017, gegen 19:10 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen in den Weserauentunnel, Fahrtrichtung Minden, alarmiert. Dabei handelte es sich um eine Alarmübung, welche Straßen NRW als Tunnelbetreiber gemeinsam mit der Feuerwehr durchführte.

Am Dienstag, 19.09.2017, führten Feuerwehr und Straßen NRW eine gesetzlich vorgeschriebene Notfallübung im Weserauentunnel durch. Die Sperrung des Tunnels war zuvor für 18 – 22 Uhr angekündigt worden, nicht aber die Übung. Turnusgemäß findet eine solche Übung alle 4 Jahre statt. Ziel der Übung war es einerseits die Vorplanungen zu Einsätzen im Weserauentunnel sowie technische Einrichtungen im Tunnel zu überprüfen, aber auch die Kommunikation zwischen den Leitstellen der Polizei, der Feuerwehr und der Tunnelleitzentrale von Straßen NRW zu testen.

Zur Lagedarstellung wurden zwei PKW in den Tunnel, Fahrtrichtung Minden, gebracht und eine Unfallsituation mit drei Schwerverletzten, teils eingeklemmten Personen, sowie einem Fahrzeugrand simuliert. Die Verletzten wurden durch realistisch geschminkte Darsteller gemimt, der Tunnel mit Nebelmaschinen verqualmt um den Brand zu simulieren. Start der nur der Übungsleitung aus Polizei, Straßen NRW und Feuerwehr bekannten Übung war ein Notruf aus dem Tunnel, welcher gegen 19:10 Uhr abgesetzt wurde. Zeitgleich wurde auch ein Notrufmelder im Tunnel aktiviert.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden nach den bestehenden Alarmplänen für den Weserauentunnel durch die Kreisleitstelle alarmiert, sie erfuhren erst auf der Anfahrt, das es sich um eine Übung handelte. Bei Unfällen/Bränden im Tunnel fährt die Feuerwehr die nicht betroffene Tunnelröhre an, in diesem Fall also die Fahrtrichtung Minden-Porta. Die Rettungs- und Löscharbeiten erfolgen dann durch Notfalltüren zwischen den beiden Tunnelröhren.

Nach einer ersten Lageerkundung durch den Einsatzleiter wurden Trupps unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung in die betroffene Tunnelröhre geschickt. Die Portaner Wehr verfügt über Langzeit-Pressluftatemgeräte speziell für Tunneleinsätze, welche zum Einsatz kamen. Neben der Brandbekämpfung wurden erste Maßnahmen zur Rettung der verletzten Personen eingeleitet, diese ebenfalls unter schwerem Atemschutz. Nach erfolgreicher Brandbekämpfung konnten Kräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr ohne Atemschutz an den Fahrzeugen arbeiten und die technische Rettung durchführen. Dabei kamen hydraulische Rettungsgeräte zum Einsatz, die Personen wurden bis zur Befreiung im Fahrzeug rettungsdienstlich versorgt.

Die Übung wurde gegen 20:07 Uhr beendet. Im Anschluß wurde der Tunnel nochmals mit Nebelmaschinen verqualmt um die Leistungsfähigkeit der Ventilatoren zu testen. Die Feuerwehr rückte gegen 20:45 Uhr aus dem Tunnel ab, Straßen NRW übernahm die Rückbau- Aufräumarbeiten.

Übungsleiter war Gregor Preußer von der Freiwilligen Feuerwehr Porta Westfalica.Einsatzleiter vor Ort: Axel Müller, Eingesetzte Kräfte Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica: Hauptamtliche Feuer- und Rettungswache, ehrenamtliche Löschgruppen Barkhausen, Hausberge, Neesen-Lerbeck und Holzhausen, Einsatzführungsdienst, Einsatzdokumentation, Rettungsdienst (2 RTW aus Minden und Porta).

In der Grundschule Barkhausen hatte das Deutsche Rote Kreuz Getränke und Verpflegung für alle Übungsbeteiligten zubereitet und bereitgestellt. Hier fand auch eine erste Nachbesprechung der Führungskräfte über den Ablauf der Übung und Verbesserungsmöglichkeiten statt.

(Text & Fotos: Feuerwehr Porta/Michael Horst)

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