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Fünf Stunden Großeinsatz in Bückeburg: Bagger beschädigt Gasleitung in der Innenstadt

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Am Mittwoch gegen 13:30 Uhr wurde die Feuerwehr Bückeburg-Stadt, die Umweltschutzeinheit und weitere Rettungskräfte mit der Meldung „G1 Gasaustritt – Gasleitung durch Bagger beschädigt.“ an die Schulstraße/Ecke Herderstraße alarmiert.

Beim Eintreffen von Einsatzleiter Oliver Liese an der Einsatzstelle stellte sich folgende Lage dar: Ein Bagger beschädigte bei Bauarbeiten eine Gasleitung. Erdgas trat aus und verteilte sich unter anderem in die umliegenden Wohnhäuser.

Durch die Einsatzkräfte wurde ein zweiteiliger Löschangriff mit Wasser und Pulver aufgebaut, des Weiteren stand ein Trupp unter schweren Atemschutz zum Brandschutz der Einsatzstelle bereit. Hinzu standen zwei Überdruckbelüfter in Bereitstellung. Da die beschädigte Gasleitung nicht abgedreht werden konnte, mussten durch den Energieversorger mit Hilfe einer Fachfirma zwei weitere Öffnungen der Gasleitung geschaffen werden, so dass die Leitung provisorisch abgesperrt werden und das beschädigte Rohr ausgetauscht werden konnte.

Aufgrund der hohen Konzentration des Gasgemisches in der Luft und die dadurch herrschende Explosionsgefahr mussten 18 Anwohner und ein Hund durch die Feuerwehr aus mehreren Häusern evakuiert und die Einsatzstelle weiträumig durch die Polizei Bückeburg abgesperrt werden, teilt der Pressesprecher der Feuerwehr Bückeburg, Moritz Gumin, mit.

Ein Teil der Anwohner wurden durch den Rettungsdienst in einem Bus der Lebenshilfe Rinteln betreut und anschließend in das Seniorenheim Rosengarten gebracht, um mit warmen Getränken versorgt zu werden. Dieser Abschnitt wurde durch die Örtliche Einsatzleitung des Landkreises Schaumburg koordiniert. Während die Arbeiten an der Gasleitung andauerten, nahm der ABC-Zug durchgehend Messungen im Bereich der Wohnhäuser und der beschädigten Leitung vor. Ein Trupp mit schwerer Atemschutzausrüstung stand zusätzlich zur Sicherheit der Arbeiter mit der Pulverlöschanlage der Feuerwehr Obernkirchen in Bereitstellung. Die Polizei gab eine Rundfunkwarnung an die Bevölkerung heraus und wies darauf hin, die Fenster geschlossen zu halten und den Bereich weiträumig zu umfahren.

Nach dreieinhalb Stunden konnten Energieversorger und Fachfirma die Leitung abdichten, so dass keine weitere Gefahr mehr für die Bevölkerung bestand. Die Feuerwehr Bückeburg nahm weitere Messungen im der Bereich der Wohnhäuser sowie des Gaslecks vor und führte letzte Belüftungsmaßnahmen durch. Im Anschluss konnten die Bewohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Nach fünf Stunden war der Einsatz für die rund 77 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beendet.

(Infos: Moritz Gumin/Stadtfeuerwehr Bückeburg, Fotos: weserWEB)


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