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Martina Weber ist neue Koordinatorin beim Hospizverein Rinteln

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(Rinteln/Möllenbeck) Corona-bedingt mussten viele Vereine ihre Jahreshauptversammlung in diesem Jahr verschieben, so auch der Hospizverein Rinteln. Mit mehrmonatiger Verspätung fand diese jetzt im Winterrefektorium des Klosters Möllenbeck statt.

Bei dieser Gelegenheit stellte Vereinsvorsitzende Ingeborg Schumer den rund zwei Dutzend Anwesenden die neue Koordinatorin, Martina Weber, vor. Sie tritt ab 1. September die Nachfolge von Heike Wilkening-Büthe an und wird sich an der Seite von Cornelia Strübe um die Ausbildung von Ehrenamtlichen und eine Vielzahl von organisatorischen Aufgaben kümmern. Weber kommt aus dem benachbarten Nordrhein-Westfalen, ist studierte Diplom-Gerontologin (Alterswissenschaftlerin) und hat Erfahrungen in der Trauerarbeit beim Hospizkreis Minden.

Martina Weber (re.) unterstützt Cornelia Strübe (li.) als Koordinatorin im Hospizverein Rinteln.

In seinem Rechenschaftsbericht zeigte der Vorstand die 2019 durchgeführten Seminare und Kurse auf. Der Hospizverein nahm jahresübergreifend eine Reihe von Terminen und öffentlichen Veranstaltungen wahr, ehe das Corona-Virus im Jahr 2020 alle Planungen durcheinander brachte. Zwar konnten zu Anfang des Jahres noch einige Vorträge durchgeführt werden, doch ab Mitte März musste reihenweise abgesagt und verschoben werden. Jetzt wird wieder geplant, unter anderem stehen die Mitglieder für eine gemeinsame Wanderung am 14. Oktober in den Startlöchern. Auch der „Letzte-Hilfe“-Kurs für Kinder und Jugendliche an Rintelner Schulen soll neu gestartet werden. Laut Cornelia Strüber gehören Ehrenamtliche des Hospizvereins Rinteln deutschlandweit zu den ersten hundert Mitarbeitern, die eine entsprechende Fortbildung vorweisen können.

12.822 Kilometer zurückgelegt

Apropos Ehrenamtliche: Ohne sie geht es nicht, wie die Aufstellung der Einsätze und Trauerbegleitungen zeigt. Rund 454 Stunden wurden für insgesamt rund 300 Begleitungseinsätze aufgebracht. Ferner führten die 24 ehrenamtlichen Mitarbeiter über 300 Telefonaten und E-Mail-Kontakte durch. 50 Stunden investierten sie in 40 Beratungen über die Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Der Verein dankte an dieser Stelle Timm Zöllner für die Mitarbeit. Bei 62 Kontakten und 200 Arbeitsstunden stand das Thema Trauerarbeit ganz vorn auf der Aufgabenliste des Vereins. In die Kindertrauerarbeit flossen noch einmal 158 Stunden. Macht unterm Strich rund 880 geleistete Arbeitsstunden – vom Vorstand bis zum Ehrenamtler. Dabei wurde auch „der eine oder andere Kilometer“ zurückgelegt. Insgesamt 12.822 Kilometer stehen auf den Tachos der ehrenamtlich (8.932 km) und hauptamtlich Tätigen (3.899 km).

Der Vorstand bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung, von rechts: Ingeborg Schumer (1. Vorsitzende), Joachim Schumer (Schatzmeister), Rolf Wallenstein (Schriftführer), Petra Conradi (2. Vorsitzende)

Hospizverein Rinteln feiert in 2021 sein 20-jähriges Bestehen

Wirtschaftlich ist der Verein stabil aufgestellt und erfreut sich im laufenden und zurückliegenden Jahr an 27 Neuzugängen. Neun Abgänge (fünf davon durch Tod) sind ebenfalls zu verzeichnen. Damit verfügt der Hospizverein derzeit über einen Mitgliederbestand von 288 Personen. Vorsitzende Ingeborg Schumer wünscht sich fürs Jahr 2021, das 300. Mitglied begrüßen zu können. Der runde Mitgliederbestand wäre nämlich ein zweiter Grund, die sprichwörtlichen Sektkorken knallen zu lassen. Grund Nummer Eins liegt im 20-jährigen Vereinsjubiläum, das im Januar 2021 ansteht und das mit einer feierlichen Zeremonie am 13. März im Ratskellersaal begangen werden soll. Einen Festredner und eine musikalische Darbietung ist ebenfalls eingeplant, helfende Hände aus Reihen der Mitglieder werden noch gesucht. Man muss im Voraus planen, so gut dies in diesen Zeiten möglich ist. Oder, wie es die Vereinsvorsitzende ausdrückt: „Ich hoffe, dass uns Corona nicht dazwischen pfuscht.“ (vu)

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