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Neubau und Fahrzeug für Hohenrode: Eine Million Euro in Feuerwehr investiert

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(Hohenrode) Die Stadt Rinteln hat über eine Million Euro für die Feuerwehr Hohenrode in die Hand genommen. Rund 900.000 Euro kostete der Bau des neuen Feuerwehrhauses. Mit weiteren 107.000 Euro schlug das neue Einsatzfahrzeug zu Buche. Es löste das 29 Jahre alte Gefährt ab. Der Landkreis Schaumburg beteiligte sich mit 25.000 Euro an der Anschaffung.

Das TSFW (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser) der Marke Iveco verfügt über eine leistungsstarke Pumpe auf einer hydraulisch absenkbaren Plattform im Fahrzeugheck. „Das ist der Ferrari unter den Pumpen“, zeigte sich Ortsbürgermeister Achim Heger begeistert. Dazu passt die feuerrote Farbe und ein Klang, der zwar nicht an einen Zwölfzylinder aus Maranello erinnert, aber zumindest kraftvoll und heiser klingt.

Ortsbrandmeister Kai-Uwe Entorf zeigt die Hochleistungspumpe „Rosenbauer Fox“. Sie schafft eine Pumpleistung von bis zu 1.000 Litern in der Minute.

Bürgermeister Thomas Priemer übergab zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung am Mittwoch symbolisch die Schlüssel für Fahrzeug und Hauptquartier. Im Umkreis von 100 Metern vom Dorfmittelpunkt habe man jetzt die Brandschützer, das Vereinsleben, Kita und Gesellschaft vereint. Priemer beschrieb das Gebäude als bodenständigen und zukunftsorientierten Bau, der mit Wärmepumpe, Fußbodenheizung und Vorbereitung für eine Photovoltaikanlage bestens ausgestattet ist. Er sei etwas „schockiert“ über den Zustand des alten Gebäudes vor sechs Jahren gewesen, gab Priemer zu. Doch bis das neue Feuerwehrhaus bezugsfertig war, floss noch einiges an Wasser die Weser abwärts.

Glückwünsche und selbstgemalte Bilder für die Feuerwehr überreichten Mitarbeiterinnen der Kita Kunterbunt.

Heger erinnerte daran, dass die Dinge mit dem Antrag auf ein neues Einsatzfahrzeug ihren Lauf nahmen. Dieses war jedoch zu groß fürs alte Feuerwehrhaus. Also habe man, damals noch unter Priemers Amtsvorgänger Karl-Heinz Buchholz, im Ortsrat den Antrag auf einen Neubau gestellt. Das war am 29. April 2014, so Heger. Im September 2016 folgte eine erneute Antragstellung und die Umsetzung. Dass beim Bau nicht alles glatt verlief, ist den Rednern zwischen den Zeilen anzumerken. Unter anderem die Archäologie habe rund sechs Wochen Zeit gekostet, hieß es. An gleicher Stelle stand früher mal ein altes Bauernhaus, dessen Reste entsorgt werden mussten. Doch über graue Haare und Probleme mag jetzt niemand mehr große Worte verlieren. Für den Ortsbrandmeister Kai-Uwe Entorf ein denkwürdiger Moment als Chef der Feuerwehr: „Neues Haus, neues Auto, neue Pumpe“.

Von links: Bürgermeister Thomas Priemer überreicht den Fahrzeugschlüssel an Ortsbrandmeister Kai-Uwe Entorf im Beisein von Ortsbürgermeister Achim Heger und Mitgliedern der Feuerwehr Hohenrode.

Geschenke gab es aus dem Ortsrat (Malte Frost übergab eine Kaffeemaschine, Achim Heger einen PC). Auch Vertreter der Hohenroder Kita Kunterbunt überbrachten Glückwünsche der Kinder und zeigten selbstgemalte Motive. Der Nachwuchs wünschte den Brandbekämpfern unter anderem „genug Wasser“, „wenig Einsätze“, ein Feuerwehrfahrrad mit Blaulicht und vor allem: „Kein Corona“. Apropos: Die aktuelle Situation rund ums Virus war es auch, die aus der Feier eine Übergabe im kleinen Rahmen machte. Doch für die Zeit nach Corona aufgeschoben ist nicht aufgehoben, versprach Priemer: „Wir feiern noch mal richtig“. (Text & Fotos: vu)

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