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Neujahrsempfang der Stadt Rinteln mit Ehrungen und Blick auf 2017

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Der Januar ist so etwas wie der Montag des Jahres. Kaum jemand weiß, etwas mit ihm anzufangen. Daher legt man möglichst viele Neujahrsempfänge in den ersten Monat, wohl, damit die Zeit schneller vergeht. So zumindest deutete es Moderator Frank Rasche beim diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt Rinteln im Brückentorsaal. Mit einem Augenzwinkern führte der Stadionsprecher von Hannover 96 und gebürtige Rintelner durchs zweistündige Samstagsprogramm.

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Moderator Frank Rasche (rechts) entlockte Bürgermeister Thomas Priemer zahlreiche Fakten und Neuigkeiten. So berichtete Priemer unter anderem, der Streitpunkt „Integrationsbeauftrage“ sei aus der Welt.

Um die Zuschauer zu etwas Bewegung zu animieren, wechselten sich die Auftritte und Ereignisse zwischen zwei Bühnen ab. Darunter das zweiteilige Interview von Frank Rasche mit Bürgermeister Thomas Priemer, der das Jahr 2016 Revue passieren ließ und Ausblicke auf 2017 gewährte. Unter anderem äußerte sich Priemer zu der Mehrheitsgruppe aus CDU, WGS und FDP im Rat. Erstmals seit langer Zeit befindet sich Rot-Grün seit der Kommunalwahl im September ja im Rat in Unterzahl, wenn auch knapp.

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Spielten ohne Notenkenntnisse: Die „Band ohne Noten“ gab ihre individuell eingeübten Fertigkeiten zum Besten.

„Ja“ zur Integrationsbeauftragten

Das Thema Integrationsbeauftragte lässt Rinteln nicht los. So verkündete Priemer dann auch die Botschaft, dass die Stelle demnächst wieder ausgeschrieben werden solle. Nach intensiven Gesprächen hat man demnach eine Lösung gefunden, mit denen das viel diskutierte Thema der letzten Wochen doch noch eine für alle Seiten erfreuliche Wendung nehmen kann.  Das letzte Wort hierzu hat der Rat, der am 26. Januar in einer Sitzung tagt.

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Rund 300 Gäste waren der Einladung der Stadt Rinteln zum diesjährigen Neujahrsempfang gefolgt.

Gutachten zur Ortsumgehung Steinbergen in Arbeit

Die Frage nach der bevorstehenden Großbaumaßnahme Steinberger Kreuzung durfte nicht fehlen. Immerhin hatte die Ortsdurchfahrt Todenmann mit ihrer Verzögerung für reichlich Ärger und Unmut gesorgt. Jetzt befürchtet man eine ähnliche Situation auch im Bergdorf. Es sei tatsächlich nicht optimal gelaufen, so Priemer. Etliche Überraschungen im Untergrund sowie andere Dinge hatten die Fertigstellung hinausgezögert. Doch Stadt und Straßenbaubehörde geloben Besserung. Jedoch, ergänzte Priemer mit einem Augenzwinkern, nach Rinteln käme man trotz Baustelle in Steinbergen auch zukünftig immer. Nur beim Weg raus aus der Stadt dauere es eben etwas länger, und das sei ja gar nicht so verkehrt, dann könnten die Menschen länger hier bleiben. In Sachen Ortsumgehungen wusste Priemer von einem Gutachten zur Trassenführung zu berichten, das im zweiten Quartal diesen Jahres für Steinbergen vorliegen soll. Die hieraus gewonnen Erkenntnisse sollen für eine Untersuchung der möglichen Straßenführung für eine Ortsumgehung für Möllenbeck gewonnen werden. Doch bei aller Euphorie über eine Umgehungsstraße: Würde man morgen mit den konkreten Planungen für Steinbergen anfangen, wäre die Einweihung in rund 8-15 Jahren, erklärte der Bürgermeister. Das Planungsverfahren ist langwierig und rechtlich komplex. Die Straßen verlaufen in der Regel über viele Grundstücke, es gilt, naturschutzfachliche Dinge zu beachten. Und dann bestehe ja noch der Klageweg.

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Die „Cajon-AG“ sorgte mit ihren selbstgebauten Trommelinstrumenten für Unterhaltung.

Viel greifbarer, nämlich in unmittelbarer Nähe, ist der Start einer Internetplattform für Bürger zur Ideensammlung für die Nachnutzung des Kollegienplatzes. Auch hier gelte es, viele Dinge zu beachten, gab Priemer zu bedenken. Viele der Gebäude stünden unter Denkmalschutz. Einfach abreißen und neu bauen, das geht nicht. Der Startschuss zur Bürgerbeteiligung soll im ersten oder zweiten Quartal diesen Jahres fallen. Es wird auch hier eine Auftaktveranstaltung geben, sowie weitere Workshops und Arbeitsgruppen, die sich regelmäßig austauschen sollen.

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Auch das Jugendblasorchester steuerte einen Teil der musikalischen Begleitung bei.

Auch der Dorfentwicklungsplan für die Dorfregion „Rintelner Staatsforst“, der von den Bürgern der entsprechenden Ortsteile und dem Planungsbüro in zahlreichen Workshops erarbeitet und vom Rat verabschiedet wurde, soll mit Leben erweckt werden. Derzeit sei das rund 100 Seiten starke Werk zur Genehmigung beim Land Niedersachsen, sagte Priemer. Der Förderrahmen betrage rund eine Million Euro, wovon die Stadt 50 Prozent Co-Finanzierung übernehmen müsse. Priemer sagte weiter, dies sei ein Zeichen für Investitionen in die Dörfer. Und ob Rinteln angesichts des bevorstehenden Universitätsjubiläums im Jahr 2021 nicht noch einmal einen Fachhochschulzweig anbieten könne, wollte der Moderator wissen. „In einem Jahr“, entgegnete Priemer, „kann ich dazu mehr sagen“. Es bleibt also spannend, ob der Beitritt der Stadt Rinteln zur Hochschule Weserbergland nicht doch noch Früchte in Form einer Wiederbelebung des Universitätsstandortes Rinteln tragen wird.

„Noten sind überbewertet“

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Auftritten wie der „Band ohne Noten“ die als 2015 Wahlpflichtkurs der Hildburgschule gestartet war . Dabei ist der Name der Schülergruppe Programm. Der Leiter, Arthur Harder, erklärte, die Bandmitglieder beherrschten allesamt das Lesen von Noten nicht. Ebenso meisterten sie Auftritte ohne tiefere Instrumentenkenntnisse: „Noten sind überbewertet“. Stattdessen behelfe man sich mit einer Vielzahl von alternativen Mitteln um die Musikstücke einzustudieren, Punkte auf der Klaviertastatur beispielsweise. Weitere musikalische Einlagen gab es von der Cajon-AG um Sven Rundfeldt mit ihren selbstgebauten Cajon-Trommeln samt einer Gesangs-Soloeinlage von Carlos Contreras, den „Musici Ernesti“ unter der Leitung von Martin Requardt und ihrer Darbietung von „Nothing Else Matters“, Meike Handt (Klarinette) mit Harald Schmidt (Piano) sowie dem Jugendblasorchester der Stadt Rinteln und dem Saxophon-Quartett.

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„Nothing else matters“: Die „Musici Ernesti“ unter der Leitung von Martin Requardt spielten den Metallica-Song mit Streichinstrumenten.

Mike Middleton als Motor der Städtepartnerschaft mit Kendal ausgezeichnet

Für sein unermüdliches Engagement in Sachen Städtepartnerschaft mit Kendal wurde der „Rintelner Botschafter“ Mike Middleton geehrt. „Ob bei der jährlichen Amtseinführung der Bürgermeister in Kendal, als Chauffeur der mit dem Flugzeug anreisenden Vertreter aus Kendal, als Übersetzer, Vermittler, Dienstleister oder Ideengeber, Mike Middleton war und ist nach wie vor kein Auftrag zu mühsam. Ganz gleich, ob er nach Kendal reisen muss oder die Angelegenheit in Rinteln erledigen kann. Mike ist immer ansprechbar und dies ununterbrochen seit nunmehr 25 Jahren“, so Bürgermeister Thomas Priemer.

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Der Vorsitzende des Rintelner Städtepartnerschaftsvereins, Dietrich Lange (rechts), nahm die Auszeichnung in Vertretung für Mike Middleton entgegen.

Als Gründungsmitglied des Rintelner Vereins für Städtepartnerschaften hat Middleton einen maßgeblichen Anteil an der Entwicklung und der Pflege der partnerschaftlichen Beziehung zwischen den Städten Kendal und Rinteln. Dank seines großen persönlichen Einsatzes ist eine blühende Völkerverbindung entstanden. Die Ehrenurkunde nahm der Vorsitzende des Rintelner Städtepartnerschaftsvereins, Dietrich Lange, in Vertretung für den aus Krankheitsgründen verhinderten Mike Middleton entgegen.

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Die Sommer-Uni 2017 findet wieder in Rinteln statt, wenn auch nur an zwei Tagen. Das gefällt (von links) Colette Thiemann (stv. Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Schaumburg), Bürgermeister Thomas Priemer, VHS-Direktorin Undine Rosenwald-Metz, Kreisverwaltungsdirektorin Andrea Stüdemann, stellverstretende Landrätin Helma Hartmann-Grolm.

Im Rahmen des Rintelner Neujahrsempfangs  fanden weitere Sportlerehrungen statt:

Sportler-Ehrungen beim Rintelner Neujahrsempfang 2017

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