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Ortsrat kompakt: Beschlüsse, Anfragen und „warum parken so viele Autos auf dem Kollegienplatz“?

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(Rinteln) Auf der jüngsten Ortsratssitzung wurden zahlreiche Beschlüsse gefasst, ebenso gab es Anfragen der Ausschussmitglieder an die Verwaltung.

So einigte man sich unter anderem darauf, die Stadt mit dem Aufstellen von Blumenkübeln in der West-Contrescarpe und der Graf-Adolf-Straße zu beauftragen. Zuvor müssen allerdings mögliche Standorte geprüft werden. Wie von mehreren Seiten bereits vorgetragen, häufen sich die Beschwerden von Anwohnern über eine Zunahme des Verkehrs und der Geschwindigkeit, seit die Drift mit Fahrbahnaufpflasterungen und Verengungen ausgestattet ist. Die in gleichem Atemzug beantragten Sanierungsmaßnahmen des Teilstück der „Kunterschaft“ und des restlichen Gehwegs an der West-Contrescarpe wurden – ebenso wie die geforderten, zusätzlichen Ersatzpflanzungen – nicht beschlossen.

Beim Antrag der CDU auf einen „Leuchttum-Spielplatz“ in der Kendalstraße vermittelte Ortsbürgermeister Joachim Spohr (SPD) einen Kompromiss. Da bereits ein Spielplatzkonzept in Vorbereitung ist, soll somit doppelte Arbeit und eine Einzelmaßnahme außerhalb des Konzepts vermieden werden. Daher wird das Ergebnis zunächst im nächsten Ortsrat vorgestellt, der Spielplatz Kendalstraße soll in dieses mit einfließen. Matthias Wehrung und Kay Steding (beide CDU) berichteten von einer Art „Spielplatztourismus“, der sich von Rinteln in Richtung Großenwieden entwickelt habe. Daher benötige man auch in der Nordstadt einen qualitativ hochwertigen Spielplatz. Allerdings, so Steding weiter, habe man in den vergangenen Jahren bereits so viele Konzepte in Auftrag gegeben, dass „80 Prozent noch heute auf ihre Umsetzung warten“. Ursula Mücke (SPD) gab die fehlenden Parkmöglichkeiten in der Kendalstraße für Besucher von Spielplätzen zu bedenken, die mit dem Auto anreisen. Gunnar Dubiel (CDU) schlug vor, man könne die Seilbahn vom Spielplatz am Blumenwall an die Kendalstraße umsetzen. Diese wird bekanntlich im Zuge der dortigen Umgestaltung einen neuen Platz benötigen (wir berichteten).

Der Ortsrat hat ebenfalls in einem ersten Schritt den Bebauungsplan „Prince-Rupert-School“ auf den Weg gebracht. Das Areal am Waldrand soll durch den privaten Investor „Müller Sand- und Kiesgruben GmbH“ zu einem Wohngebiet entwickelt werden. Die alten Schulgebäude werden abgerissen. Entlang des Wilhelm-Busch-Weges sollen zweigeschossige Mehrfamilienhäuser entstehen, im südwestlichen Teil ein- bis zweigeschossige Doppelhäuser oder Hausgruppen. Auf dem restlichen Gelände werden Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut. Die Bebauung soll im Unterschied zum Rahmenplan zum Süden hin in verdichteter Form erfolgen. Ein Regen-Rückhaltebecken ist im südöstlichen Bereich geplant.

Die Schutzhütte auf dem Weg zum Klippenturm ist abgängig gewesen und wurde abgebaut – sie wird durch eine neue Hütte ersetzt, wie Cordula Lüdtke-Dommel vom Tiefbau- und Umweltamt auf Nachfrage mitteilte.

Ortsratsmitglied Kay Steding (CDU) merkte an, auf dem ehemaligen Schulhof würden Autos „auffällig lange“ parken und machte sich Sorgen um das gebührenpflichtige Parkhaus der GVS an der Klosterstraße.

Kay Steding merkte an, dass auffällig viele Autos auffällig lange auf dem Kollegienplatz parken würden. Die Fläche auf dem Schulhof der ehemaligen IGS ist als Parkmöglichkeit ausschließlich für Besucher des dortigen Corona Test- und Impfzentrums gedacht. Wenn das nicht kontrolliert werde, so Stedings Befürchtung, führe man das gebührenpflichtige Parkhaus an der Klosterstraße „ad absurdum“, da dies dann nicht mehr genutzt würde. An Matthias Wehrung sei die Frage herangetragen worden, wieso an der Nikolai-Kirche zwei moderne Lampen stehen würden und nicht historische Exemplare.

Weiter kam das Thema der zugemüllten Container am Heinekamp zur Sprache – und das Dauerthema, wie man denn für Abhilfe sorgen könnte. An der Jakobikirche wurde ein beschädigter Zaun angesprochen und am Pioniersteg Holzstücke, die sich ablösen. Stephan Jacob (Grüne) bedauerte, dass einige der an der neuen IGS gepflanzten Bäume bereits eingegangen seien. Ob da wohl ein „Bewässerungskonzept“ geholfen hätte?

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