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Restauratorin legt 400 Jahre alte Stuckverzierung im Museum Eulenburg frei

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Die Neustädter Restauratorin Elke Schlöder hat gestern eine historische Stuckatur an einer Decke im zweiten Obergeschoss der Eulenburg freigelegt.

Das unscheinbare bisher, bis zur Unkenntlichkeit übermalte und verputzte Dekor hat die Größe einer Untertasse und macht nun auf einem Umweg die Datierung von ähnlichen Stuckverzierungen im Kloster Möllenbeck möglich.

Die freigelegte sechsblättrige Rose entspricht in der Gestaltung den bislang undatierten Stuckrosetten an der Decke des Möllenbecker Winterrefektoriums (Speisesaal). Sie scheinen etwa zeitgleich durch denselben Handwerker ausgeführt worden zu sein. Gut möglich ist dies auch, weil die Eulenburg damals zum Stift Möllenbeck gehörte. Von der Eulenburg ist bekannt, dass sie im Jahr 1591, vermutlich nach einem Brand, weitgehend neu errichtet wurde. Hier sind die Stuckaturen also genau datierbar.

(Foto: privat)
Die Restauratorin beim Freilegen der Dekoration in der Eulenburg. (Foto: privat)

Es muss also auch in Möllenbeck der rührige und finanzkräftige Stiftsprior Jodocus Stukenius (1582 – 1592) gewesen sein, der die Renovierung des Winterrefektoriums veranlasst hat. Bisher waren die Formen in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts geschätzt worden.

Ab sofort ist die freigelegte Stuckrosette in der Abteilung „Hexenverfolgungen“ für Besucher sichtbar.

(Quelle: Eulenburg, Museum Rinteln, Dr. Stefan Meyer)

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