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Tablet-Klassen in der Berufsschule Industriekaufleute: Positive Erfahrungen des digitalen Unterrichts in Corona-Zeiten werden fortgeführt

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(Rinteln) Die positiven Erfahrungen, die die Berufsbildenden Schulen Rinteln in der Phase des digitalen Unterrichts (Lernen zu Hause) gemacht haben, sollen zukünftig auch in den Unterricht der Berufsschulklassen auf Dauer eingebunden werden.

Der stellvertretende Schulleiter Günter Potthast schilderte, dass man zunächst in den Klassen der Auszubildenden zu Industriekaufleuten ab dem nächsten Schuljahr das Tablet als ständiges digitales Medium in den Unterricht integrieren werde. Mit MS Office 365 haben die Beruflichen Gymnasien an den BBS Rinteln seit zwei Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht und die vergangenen Monate wurden intensiv für Lehrerfortbildungen genutzt. Dieser Schub soll jetzt genutzt werden, um auch in der Berufsschule mit dem Tablet-Einsatz in den Klassen zu starten.

Nach den Worten der Bildungsgangleiterin Industriekaufleute Sabine Struckmeier ermöglicht dieser Schritt unter anderem eine intensivere Kommunikation mit einzelnen Schülern, individualisierte Unterrichtsmaterialien mit persönlichem Feedback, Fördermöglichkeiten für einzelne Schülerinnen und Schüler, Prüfungsvorbereitungen und zusätzliche methodische Möglichkeiten im Unterricht. Neben dem Projekt Industrie 4.0, das ebenfalls in diesem Schuljahr in diesem Bildungsgang initiiert wurde, wird die Einführung des Tablets in der Ausbildung der Industriekaufleute der zweite digitale Meilenstein. Auch in der Ausbildung der Erzieher und Pflegefachkräften steht man in den Startlöchern. Damit dürften die BBS Rinteln mit zu den Vorreitern im Digitalisierungsprozess in der digitalen Berufsausbildung gehören.

Von links: Der stellvertretende BBS-Schulleiter Günter Potthast und Bildungsgangleiterin Industriekaufleute Sabine Struckmeier. (Foto: pr)

Die Schulleiterin Lita Gooßen zeigte sich sehr zufrieden darüber, dass die seit zwei Jahren auf Hochtouren fortschreitende Digitalisierung in den BBS Rinteln von den Lehrkräften getragen und nicht von der Schulleitung dominiert wird. Nur so seien die enormen permanenten Lehrerfortbildungen in der digitalen Bildung möglich, für die es derzeit zwölf schulinterne Referenten gibt. Stolz ist man auch darauf, dass die im kommenden Schuljahr 123 neuen Schüler in den fünf Klassen 11 der Beruflichen Gymnasien alle verbindlich ein Tablet im Unterricht nutzen und somit alle Klassen in den Beruflichen Gymnasien mit einem iPad arbeiten werden. Dies geschieht auf der Basis des neuen methodischen Unterrichtskonzeptes Cool (kooperatives offenes Lernen). Die BBS Rinteln dürften somit landkreisweit zu den Schulen gehören, die in der iPad-Nutzung eine Spitzenposition einnehmen. (pr)

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