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Teure „Paketverfolgung“: Polizei warnt vor schädlichen Smishing-SMS auf dem Handy

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(Landkreis) Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit nutzen viele Personen Onlineshopping, um bequem vom eigenen Rechner oder Smartphone aus Einkäufe zu tätigen. Die Vorfreude ist groß, wenn das erwartete Paket dann mit einer SMS-Benachrichtigung, wie beispielsweise: „Ihr Paket kommt demnächst an, verfolgen Sie es hier…“ oder „Der Artikel, den Sie gekauft haben, wurde geliefert – bitte überprüfen und akzeptieren dies unter…“ angekündigt wird.

Doch genau vor solchen SMS-Paketbenachrichtigungen warnt die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg aktuell. In den Kurznachrichten werden die Empfänger aufgefordert, einen Downloadlink anzuklicken, um weitere Informationen über den Status des Paketes zu erhalten.

Sofern man den Anweisungen der sich aufrufenden Seite folgt, ist es wahrscheinlich, dass sich eine Schadsoftware auf dem Mobiltelefon installiert. Diese verschickt dann im Schnitt eine dreistellige Anzahl an SMS und zwar grundsätzlich nicht oder nicht ausschließlich an die im infizierten Gerät gespeicherten Telefonnummern.

Bei der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg liegt die Anzahl der bisher angezeigten Smishing-Fälle für dieses Jahr im unteren dreistelligen Bereich.

In einem konkreten Fall erhielt eine 43-jährige Frau aus Stadthagen Anfang Oktober eine solche SMS. In dem Kurznachrichtentext informierte sie ein Paketdienstleister über die Möglichkeit einer Sendungsnachverfolgung via App. Die Stadthägerin klickte den beigefügten Link an und installierte die dort hinterlegte Software. Den Versandweg ihres erwarteten Paktes konnte die Dame trotz der installierten App nicht verfolgen. Daraufhin schenkte sie dem Vorfall keine Bedeutung mehr, bis sie dann Anfang November eine Rechnung ihres
Mobilfunkanbieters erhielt. Von ihrem Handy waren unwissentlich innerhalb eines Monats 5.000 SMS verschickt worden – der Gesamtschaden belief sich auf knapp 935 Euro.

Die 43-Jährige erstattete daraufhin Anzeige beim Polizeikommissariat in Stadthagen.

Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg rät bei Erhalt einer solchen SMS diese fotografisch, beispielsweise mittels Screenshot, zu sichern und im Anschluss sofort zu löschen. Sollte der Link angeklickt und die Schadsoftware bereits installiert worden sein, empfiehlt sich das Gerät umgehend in den Flugmodus zu schalten und den Provider zu informieren. Gegebenenfalls sollte das Mobilgerät in den Auslieferungszustand zurückgesetzt werden.

Bei Erhalt einer solchen SMS können Betroffene sich jederzeit mit ihrer zuständigen Polizeidienststelle in Verbindung setzen. Dies gilt
selbstverständlich auch wenn kein Schaden entstanden ist.

Weitere Informationen zu dem Thema „Smishing“ bietet auch das LKA Niedersachsen: KLICK (pr)

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