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Was lange währt, wird endlich fertig

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Die Freude und Erleichterung war den Mitgliedern der Ortsfeuerwehr Möllenbeck anzusehen. Endlich, nach rund anderthalb Jahren Planungs- und Bauzeit, konnte das neue Feuerwehr-Gerätehaus im Rahmen einer kleinen Feierstunde offiziell eingeweiht werden.

Die Chronik hätte auch für eine abendfüllende Veranstaltung gereicht, Ortsbrandmeister Markus Dinter beließ es bei einigen Highlights der „Mission Neubau“.

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In der Planskizze zu sehen: Das alte Feuerwehrgerätehaus (gelb) mit Schlauchturm und der Neubau (rot). (Foto: GVS)
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Dieses Foto aus dem Juli 2015 zeigt die Abrissarbeiten am Feuerwehrhaus Möllenbeck.

Im Herbst 2013 fasste man mit dem Feuerwehrentwicklungsplan der Stadt Rinteln den Beschluss, ein „LF10“ (Löschgruppenfahrzeug) in Möllenbeck zu stationieren. Doch wo? Die Räume im alten Gerätehaus waren zu klein für moderne Fahrzeuge. Im Sommer 2014 folgten erste Gespräche mit GVS und der Feuerwehr-Unfallkasse. Schnell wurde klar: Mit einem Umbau war es nicht getan. Wenige Monate später wurde der Beschluss für einen Abriss und Neubau gefasst.

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Ortsbrandmeister Markus Dinter zählte einige markante Punkte in der Chronik des Gerätehaus-Neubaus auf.

Eigenleistung: Mit 674 Arbeitsstunden ehrenamtlich mitgeholfen

Der Startschuss fiel im Sommer 2015 mit den Abbrucharbeiten, der Schlauchturm wurde am 15. Juli selbigen Jahres dem Erdboden gleichgemacht. Anfang 2016 stand der Rohbau, weitere Einträge in der prall gefüllten Ereignischronik zeugen von Innenausbau, Pflasterung, Malerarbeiten und vielen weiteren Tätigkeiten, die von Feuerwehrmitgliedern in Eigenleistung erbracht wurden. 674 ehrenamtliche Arbeitsstunden kamen so zusammen, zusätzlich zum regulären Feuerwehrdienst. Jetzt ist die Zeit der Provisorien und Kompromisse vorbei, das neue Gerätehaus wurde bereits im Oktober von der Einsatzabteilung bezogen. Umkleide- und Abstellräume wurden und werden zwischenzeitlich in den letzten Zügen fertiggestellt. Die neue Halle bietet ausreichend Platz für drei Fahrzeuge – und Feierlichkeiten wie diese.

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Rechts im Bild zu sehen: Der fertige Neubau. Im Hintergrund wird gerade das neue LF10 vorgestellt.

Endlich kann auch das neue „LF10“ in Möllenbeck einziehen

Während es in der Halle Grußworte von Bürgermeister Thomas Priemer, Stadtbrandmeister Friedel Garbe, Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote und weiteren Gästen gab,  konnte das neue Löschgruppenfahrzeug im Freien besichtigt werden. Vollgepackt mit modernster Technik verfügt das LF10 auf Basis eines MAN Fahrgestells unter anderem über einen 1.600 Liter fassenden Wassertank, Umfeld- und Gerätebeleuchtung in modernster LED-Technik, einen auf sechs Meter Höhe ausfahrbaren Halogen-Lichtmast, einen Hochdrucklüfter, Stromerzeuger sowie unzählige weitere Werkzeuge für Einsätze aller Art, so auch den Hydrofix – eine Art „Kübelspritze 2.0“, wie Tim Schinz vom Arbeitskreis zur Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges es umschrieb.

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Er berichtete ebenfalls von der umfangreichen Arbeit und Bürokratie, die es bei der Bestellung und Erstellung der 39-seitigen Ausschreibung des Fahrzeuges zu meistern galt. Die Firma Schlingmann erhielt den Zuschlag und lieferte im Juli 2015 ein vom „HLF“ auf „LF“ umgebautes Fahrzeug im Wert von 227.128 Euro an die Möllenbecker Feuerwehr. Aufgrund der Bauarbeiten am Gerätehaus im Klosterdorf wurde es zunächst bei der Ortsfeuerwehr Rinteln untergestellt. Der Landkreis Schaumburg beteiligte sich mit einem Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro.

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Tim Schinz vom eigens zur Beschaffung des Löschfahrzeugs gegründeten Arbeitskreis der Feuerwehr.

Ortsbürgermeister Thorsten Frühmark lobte die Feuerwehr Möllenbeck als „Dienstleister“ mit einem „wichtigen sozialen Faktor“, der sich um Kinder und den Nachwuchs kümmere. Er dankte seinem Amtsvorgänger Reinhold Kölling, der den Neubau seinerzeit mit angestoßen hatte, seine Fertigstellung nun aber amtsfern miterleben durfte, für dessen tatkräftige Unterstützung. Auch Rintelns Bürgermeister Thomas Priemer mochte sich des Lobes nicht verschließen: „Hier wurde Geld in die Hand genommen und etwas Gescheites gemacht. Danke für die erbrachte Eigenleistung, die Zukunft der Feuerwehr Möllenbeck ist über Jahrzehnte hinweg gesichert.“

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