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Wintereinbruch im Weserbergland: Schnee in Rinteln und Umgebung, Bäume und Äste auf den Straßen

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Der Winter hat auch an Rintelns Türen geklopft. In der Nacht zu Dienstag verwandelten sich die Regenfälle im Weserbergland in Schneeflocken und bescherten Autofahrern und Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr etliche Alarmierungen. Vielerorts hatten die Bäume ihr Laub noch nicht abgeworfen, jetzt kam der nasse und schwere Neuschnee dazu und brachte aufgrund des hohen Gewichts reihenweise Äste und ganze Bäume zum Kollabieren.

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Um 5:00 Uhr morgens räumte die Feuerwehr Todenmann die ersten Äste und Bäume von der L 441, die aufgrund der Schneelast abgeknickt waren. (Foto: privat)

Um 2:48 Uhr krachte ein Baum auf die Kreisstraße 80 zwischen Krankenhagen und Möllenbeck und musste von der Feuerwehr beseitigt werden. Um 3:26 Uhr wurde der Feuerwehr ein umgestürzter Baum auf der Landesstraße 433 in Hohenrode gemeldet. Um 4:17 beschädigte ein umgeknickter Baum in der „Limbke“ in Uchtdorf ein Stromkabel, weitere Einsätze folgten um 5:47 Uhr in Wennenkamp auf der Kreisstraße 77 und um 6:38 Uhr in der Süd-Contrescarpe.

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Auch in anderen Ortsteilen waren die Feuerwehren im Einsatz, um die Straßen zu räumen.

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Die Feuerwehr Todenmann räumte gegen 5:00 Uhr morgens die ersten drei umgeknickten Bäume und Äste von der L 441 (Hauptstraße) zwischen dem Sportplatz und der Autobahn. Im Verlauf des Vormittags krachten immer wieder einzelne Äste unter der Schneelast zusammen und fielen auf die Straße. Telefonkabel wurden dabei beschädigt. Die K80 musste aufgrund überhängender Äste für den Verkehr gesperrt werden, ebenso die L 441 in Todenmann.

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Auch „Unter der Frankenburg“ gab es Arbeit für die Einsatzkräfte (Foto: privat).

Gegen 11:00 Uhr musste ein umgeknickter Baum „Unter der Frankenburg“ entfernt werden. Insgesamt waren die Feuerwehren Todenmann, Deckbergen, Rinteln, Möllenbeck, Krankenhagen, Uchtdorf, Wennenkamp und Friedrichswald im Einsatz. Auch im Auetal gab es Behinderungen durch umgestürzte Bäume.

Erfreuliche Meldungen seitens der Polizei: Die Verkehrsteilnehmer hatten ihre Fahrweise den Wetterbedingungen angepasst. Bis um 11:00 Uhr vormittags waren keine wetterbedingten Verkehrsunfälle gemeldet worden. Weniger Glück hatten Auto- und LKW-Fahrer auf der A2. Wegen Glätte und Bauarbeiten kam es zwischen den Anschlußstellen Veltheim und Rehren in Fahrtrichtung Hannover zu langen Staus.

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Auf auf der K80 zwischen Krankenhagen und Möllenbeck kam es immer wieder zu Verkehrsgefährdungen aufgrund umgeknickter Bäume und Äste.
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Auf der A2 zwischen Veltheim und Rehren kam es zu kilometerlangen Staus.

Im Kreis Lippe meldete die Polizei zahlreiche Verkehrsunfälle und Straßensperrungen durch Schneefall. Besonders betroffen waren die Gemeinden Extertal und Kalletal. Umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste machten einige Straßen zeitweise unpassierbar. Hiervon betroffen waren unter anderem die Laßbrucher Straße sowie die Kükenbrucher Straße. Auf der Linderbrucher Straße staute es sich ebenfalls. Hier war ein Schwertransport liegen geblieben. Es kam zu insgesamt 17 Verkehrsunfällen, die auf die winterliche Witterung zurückzuführen sind. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt.

Für die kommende Nacht sind Minusgrade angekündigt, morgen früh kann es durch den angetauten und wieder gefrorenen Schnee entsprechend gefährlich glatt auf den Straßen werden. Beim Bauhof der Stadt Rinteln ist man daher schon in Alarmbereitschaft. Die Salzlager sind gut gefüllt, wie Bauhof-Chef Klaus-Ulrich Hartmann bestätigt. Rund 250 Tonnen Salz und Splitt habe man eingelagert. Rund 20 bis 30 Prozent Streusalz sei in dem Streugut enthalten, der Rest bestehe aus Splitt, erkläre er. Ab einer Temperatur von etwa minus acht Grad Celsius, so erklärt Hartmann, habe das Salz ohnehin keine tauende Wirkung mehr. Dann können nur noch abstumpfende Mittel gestreut werden. Aber so weit ist es ja noch nicht, in den kommenden Tagen ist laut Wettervorhersage wieder mit milderen Temperaturen zu rechnen.

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