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Wünsche für ein besseres Zusammenleben und Baumpflanzung am Freibad

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(Rinteln) An diesem Samstag war ganz schon was los in Rintelns Innenstadt. Am Kirchplatz deckten sich Kunden beim Wochenmarkt mit Obst, Fleisch, Gemüse und Backwaren ein, während am Marktplatz der NABU zusammen mit dem Aktionsbündnis und einem riesigen, aufgeblasenen Marienkäfer aus Kunststoff auf das Volksbegehren Artenvielfalt aufmerksam machte.

Und während die Naturschützer für ihre Sache warben und um Unterschriften „trommelten“, erklangen nur wenige Meter weiter Richtung Marktplatz-Mitte tatsächlich Trommelklänge, die anlässlich der Interkulturellen Woche unter anderem auf die öffentliche Malaktion aufmerksam machten.

Unter dem Motto „Meine Stadt ist bunt! Zusammen leben – zusammen wachsen“ waren Teilnehmer aufgerufen, mit Farbe und Pinsel ihren kreativen Beitrag zu einer bunt bemalten Leinwand zu leisten. Eingeladen hatte die Integrationsbeauftragte der Stadt Rinteln, der Kinderschutzbund, sowie die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft. Begleitet wurde die Aktion von der Rintelner Künstlerin Britta Kollenda, die die kunterbunt gestaltete Malfläche zunächst in ihrem Atelier aufbewahren wird, bis über die weitere Verwendung – denkbar wäre dem Vernehmen nach eine Versteigerung – entschieden wird.

Auf der „Wünsch-Dir-Was-Wand“ konnten Teilnehmer ihre Ideen und Anregungen fürs interkulturelle Zusammenleben in der Weserstadt anpinnen.

Einige der am Aktionstag geäußerten Ideen und Anregungen fürs Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten wurden auf der „Wünsch-Dir-Was-Wand“ angepinnt. Von einem freundschaftlichen Verhältnis zu Mitbewohnern schrieb beispielsweise eine Rintelnerin, die sich mehr gemeinsame Gesellschaftsspiele und „Insiderwissen“ wünschte. „Offenheit“, „Akzeptanz“, „Rücksicht untereinander“ und „Frieden“ stand beispielsweise auf einem anderen Zettel, während sich Gernot Gunter Hageböck das „Wiederaufleben des Kulturzentrums Brückentorsaal als Mittelpunkt unserer einmalig schönen Stadt Rinteln“ wünschte und dies mit einem Zitat des griechischen Philosophen Plato flankierte: „Kultur ist der Sieg der Überzeugung über die Gewalt“.

Von links: Sozialbetreuer für die Integrationsarbeit Mohammad Ahmad, Britta Kollenda (Projektmitarbeiterin Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft, Schwerpunkt Integration geflüchteter Frauen), Integrationsbeauftragte Petra Uhe.

Die gesammelten Wünsche sollen Bürgermeister Thomas Priemer und Stadtjugendpfleger Sebastian Beck im Rahmen einer Pflanzaktion überreicht werden. Am 1. Oktober wird auf dem Gelände des Weserangerbades ein kanadischer Rotahorn gepflanzt. Die Idee dahinter: Rintelner Bürger beteiligten sich mit einer kleinen Spende an den Anschaffungskosten für den Baum in Höhe von rund 500 Euro. Mit der gemeinsamen Aktion soll das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft in Rinteln verbessert werden, so Albrecht Schäffer vom Kinderschutzbund Rinteln. Alle Beteiligten sollen merken, dass sie mit einer kleinen Spende und mit guten Ideen dazu beitragen können, mit einem „interkulturellen Baum“ etwas zu verwirklichen, was allen Menschen in Rinteln zu gute kommt – so kann der Baum ab der nächsten Badesaison Kindern und Erwachsenen im Sommer angenehmen Schatten spenden.

Spenden für den interkulturellen Baum können ab sofort unter dem Stichwort „Interkultureller Baum Rinteln“ auf das Konto des Kinderschutzbundes Rinteln eingezahlt werden: IBAN DE45 2555 1480 0510 6449 25. Spenden sind auch online über den Link www.betterplace.org/p84495 möglich.

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