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24.000 Menschen gegen Gütertrasse: BI Transit Weserbergland zufrieden mit Aktion

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Es wurden Luftballons in den Himmel geschickt, Protestlieder angestimmt und Infoveranstaltungen abgehalten. Jetzt fiebert die Bürgerinitiative Transit Weserbergland dem 31.08.2015 entgegen.

Am letzten August-Tag sollen alle gesammelten Unterschriften gegen die Gütertrasse durchs Weserbergland in Berlin an den Vertreter des Deutschen Bundestags übergeben werden.

„Unser Aufruf an den Präsidenten des Deutschen Bundestags ist ein sensationeller Erfolg, der alle Erwartungen übertrifft. Fast 24.000 Menschen haben unterschrieben und setzen damit ein klares Zeichen FÜR UNSERE REGION!“ so die BI TRANSIT WESERBERGLAND.

Schon 2011 führten Überlegungen des Bundesverkehrsministeriums zur möglichen Einrichtung einer schweren Güterbahntransitstrecke durch den Naturpark Weserbergland zu einem Sturm der Entrüstung in der Region. Fast 12.000 Menschen unterzeichneten seinerzeit die von der BI TRANSIT WESERBERGLAND auf den Weg gebrachte Petition an den Deutschen Bundestag. Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hatte 2013 in einem Vorort-Termin zugesichert, dass die in der Petition vorgebrachten Argumente Berücksichtigung finden.

Bürgerinitiative zählt 24.000 Unterschriften

 

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Diethard Seemann, Vorsitzender der Bürgerinitiative, bei der Infoveranstaltung im Brückentorsaal.

„Unser Hauptanliegen war und ist, dass der im zurzeit noch gültigen Bundesverkehrswegeplan als vorrangiger Bedarf eingestufte Ausbau der Strecke Minden-Wunstorf (Planfall 12, Nordroute) umgehend umgesetzt wird.“ erläutert der Vorsitzende der BI TRANSIT WESERBERGLAND, Diethard Seemann. „Dieser Streckenausbau würde die Lebenssituation der an der Strecke lebenden Menschen nachhaltig verbessern. Gleichzeitig würde der Naturpark Weserbergland verschont. Der Vorschlag für die Güterbahn-Transitstrecke durch den Naturpark Weserbergland (Planfall 33, Südroute) nimmt keinerlei Rücksicht auf die Ökologie und soziale Verträglichkeit der Ausbauvarianten. Zudem weist der als Begründung herangeführte Wirtschaftlichkeitsvergleich grobe Fehler auf.“ Diese Einschätzung wurde der BI bereits 2011 vom Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, bestätigt, der in einem Vorort-Termin in Hameln Nachbesserung zusicherte.

„Bislang fehlt jedoch jedes Zeichen, dass die getroffenen Zusagen tatsächlich eingehalten werden“, so die Bürgerinitiative.

Der Deutsche Bundestag will noch in 2015 über die Novelle des Bundesverkehrswegeplans und somit auch über den Güterbahnausbau im Großraum Hannover entscheiden. Während sich das Bundesverkehrsministerium in Schweigen hüllt, nimmt der Protest im Weserbergland weiter an Fahrt auf. Die BI TRANSIT WESERBERGLAND wendet sich nun mit einem Aufruf an den Präsidenten des Deutschen Bundestages: „Wir bitten Sie recht herzlich, im anstehenden Gesetzgebungsprozess auf die Berücksichtigung der Argumente unserer Petition aus 2011 hinzuwirken “ heißt es in einem Schreiben an den Bundestagspräsidenten. (pr)

Die Petition kann online unter folgendem Link unterzeichnet werden: www.bi-transit-weserbergland.de

 

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