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„5 Minuten für 6 Millionen“: Schüler gedenken Holocaust-Opfern

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(Rinteln) Schüler des Gymnasiums trafen sich am Montag zur Gedenkveranstaltung „5 Minuten für 6 Millionen“ in Rinteln und erinnerten mit Niederlegungen von Blumen und Kerzen an den Rintelner Stolpersteinen an jene Menschen, die während des Holocaust zu Tode gekommen waren. Die Veranstaltung des Vereins ehemalige Synagoge Stadthagen fand zeitgleich mit weiteren Gedenkveranstaltungen in Bückeburg und Stadthagen am 75. Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Soldaten statt.

„Der Mensch heißt Mensch, weil er vergisst, weil er verdrängt, weil wer schwärmt und und stählt, weil er wärmt, wenn er erzählt“, zitierte Schulleiter Andre Sawade aus dem Liedtext von Herbert Grönemeyers „Mensch“ und erinnerte an die vielen Menschen, die ihre Leben nicht zu Ende leben konnten, weil sie Opfer des NS-Regimes wurden und verschleppt, gefoltert und getötet wurden. Ein Mensch werde erst durch Respekt gegenüber anderen Menschen und würdevollen Umgang miteinander zum Menschen, so Sawade. Neben den Opfern seien auch die Täter Menschen gewesen, das zeige den schmalen Grat. „Die Schuld trifft Euch nicht“, sagte Sawade während seiner Ansprache zu den Schülern, aber es liege in ihrer Verantwortung, sich an jene Zeit zu erinnern.

Schüler legten Blumen und Kerzen an den Stolpersteinen nieder, hier am Kollegienplatz.

Die Schüler gedachten mit Textpassagen Julius Sundheimer, Leo Schönfeld, Henriette und Louis Leeser, Minna und Philipp Levy, der Familie Heinemann, Wilhelm Ramm, sowie den Familien Brill, Lehmann und Kleeberg. Dazu zogen sie an verschiedene Orte der Innenstadt und machten an den Stolpersteinen, verlegt vom Künstler Gunter Demnig, halt.

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