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Bürgerstiftung Schaumburg und Firmen spenden Lern-Laptops für Kinderschutzbund

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(Rinteln) Bei einer Umfrage Mitte Januar unter zehn Jungen und Mädchen der Teenagergruppe des Kinderschutzbundes erhielt Projektleiterin Susanne Meyer die Rückmeldung, dass acht von ihnen zu Hause kein Tablet, Laptop oder PC zur Verfügung haben, den sie für das Bearbeiten der schulischen Aufgaben nutzen können.

Ihnen steht lediglich ihr Smartphone zur Verfügung. Darauf können sie jedoch nicht vernünftig Texte verfassen und Lernmaterialien und Aufgabenblätter, die von der Schule verschickt worden sind, nicht richtig erkennen und bearbeiten, weil der Bildschirm zu klein ist und weil Textverarbeitungsprogramme fehlen.

Das bedeutet, dass 80% der Befragten beim aktuellen Homeschooling erheblich benachteiligt sind. Das macht den Jungen und Mädchen, die einen guten Abschluss schaffen wollen, mächtig Druck und je länger das Lernen zu Hause andauert, desto frustrierender erleben die Jugendlichen ihre Situation.

Der Kinderschutzbund Rinteln wollte daher schnell handeln und Laptops anschaffen, die den Jungen und Mädchen aus der Teenager-Gruppe für das Lernen zu Hause leihweise zur Verfügung gestellt werden. Es handelt sich um Geräte, die gezielt für das Homeschooling konfiguriert sind, auf denen also ein Betriebssystem als auch das freie Open Office-Softwarepaket vorinstalliert ist, die mit dem häuslichen WLAN verbunden werden können, die sich jedoch aufgrund der installierten Grafikkarte nicht für aktuelle Video- und Onlinespiele eignen.

Von links: Achim Heger (Geschäftsführer Networks-IT aus Hehlen), Petra Sieve (Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Schaumburg), Susanne Meyer (Leiterin Teenie-Projekt), Petra Rabbe-Hartinger (Vorsitzende des Kinderschutzbundes Rinteln), Peter Bekricht (Bürgerstiftung Schaumburg)

Auf Anfrage durch den Kinderschutzbund Rinteln hat sich die Bürgerstiftung Schaumburg schnell dazu bereit erklärt, das Projekt mit 2.000 Euro zu unterstützen. Dazu Peter Bekricht: „Wir brauchten eine schnelle Lösung und wir haben es gern gemacht.“ Achim Heger, Geschäftsführer von Networks-IT aus Hehlen, der die Geräte besorgt, eingerichtet und auf eigene Kosten zusätzlich mit Funkmäusen ausgestattet hat, spendete weitere 500 Euro: „Die hochwertigen Büro-Notebooks sind auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Kindern.“ Wie Heger weiß, ist es in der momentanen Situation gar nicht so einfach, an geeignete Computerhardware zu kommen. Vielerorts ist die Nachfrage größer als der Lagerbestand. Der Bedarf werde vor allem durch die anhaltende Home-Office-Situation weiter verstärkt, berichten Experten deutschlandweit.

Ein heimisches Unternehmen, das ungenannt bleiben möchte, gab schließlich noch einen Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro dazu. Ein weiteres, heimisches Unternehmen hat dem Hort im Kinderschutzbund weitere drei gute gebrauchte Laptops für Lernzwecke unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Die Jungen und Mädchen, die einen Laptop zum Lernen erhalten, können die Geräte bereits in der kommenden Woche in Empfang nehmen. Sie geben den Laptop zurück, wenn sie das Gerät nicht mehr für Schul- oder Ausbildungszwecke benötigen, sodass andere Jugendliche die Geräte weiternutzen können. Susanne Meyer und Petra Rabbe-Hartinger dankten allen Sponsoren sehr herzlich für die rasche und großzügige Unterstützung. Sie hätten mit ihren Zuschüssen dazu beigetragen, ein Stück mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit herzustellen.

Beide brachten die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Mädchen und Jungen dadurch in ihrem Lernprozess unterstützt und motiviert werden.

Weitere Infos zum Projekt Coaches für Teenager: www.kinderschutzbund-rinteln.de

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