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DRK-Besuch in Berlin: Koller und Kollegen zu Gast bei Maik Beermann

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Auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU) haben der Schaumburger DRK-Kreisvorsitzende Bernd Koller, der stellvertretende Nienburger Kreisvorsitzende Erich Plenge und dessen Geschäftsführer Martin Krone zunächst seinen Arbeitsplatz im Deutschen Bundestag besucht und danach gemeinsam das Logistikzentrums des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Schönefeld. Begrüßt wurden sie dort vom DRK-Präsidenten Dr. h.c. Rudolf Seiters.

Der Besuch diente insbesondere dem Dialog mit den Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes in der Region. „Ob in den Pflegeheimen für psychisch Erkrankte, in den Sozialstationen, bei den Tafeln, den Kleiderläden, im ehrenamtlichen Katastrophenschutz, beim Rettungsdienst oder den vielen anderen Angeboten – das Rote Kreuz in den Landkreisen Schaumburg und Nienburg leistet in der Fläche hervorragende Arbeit“, betont Beermann.

„Durch die Mitgliedsbeiträge aus den Landkreisen werden aber auch die weltweiten Einsätze des DRK und des Internationalen Roten Kreuzes finanziert“, so der Vorsitzende des DRK Kreisverbandes Schaumburg, Bernd Koller.

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Von links: Martin Krone (Geschäftsführer DRK Kreisverband Nienburg) Erich Plenge (stv. DRK-Kreisvorsitzende Nienburg), DRK-Präsident Dr. h.c. Rudolf Seiters, Bundestagsabgeordneter Maik Beermann (CDU), Bernd Koller (Vorsitzender DRK Kreisverband Schaumburg). Foto: privat

500 Experten unterstützen das DRK bei der Arbeit

Die Gäste aus Nienburg und Schaumburg erfuhren vom Präsidenten Dr. Seiters, dass im Katastrophenfall irgendwo auf der Welt ein Flugzeug mit Hilfsgütern binnen 72 Stunden fertig und abflugbereit sei. Dank des einzigartigen Logistikzentrums am Flughafen Berlin-Schönefeld sei die Hilfe damit schnell bei den notleidenden Menschen in aller Welt.

Unterstützt wird das DRK durch einem Pool von 500 Ärzten, Ingenieuren und anderen Experten. Diese sind normal beruflich tätig, werden aber von ihren Arbeitgebern für weltweite Katastrophenfälle freigestellt, damit sie die Hilfe in der Krisenregion organisieren können. Derzeit hilft das DRK etwa den Menschen nach den beiden Erdbeben in Nepal. Hierbei profitiert es gegenüber anderen Hilfsorganisationen von seinem weltweiten Netzwerk. Viele ehrenamtliche Helfer sind Einheimische, was eine zielgenaue Hilfe ermöglicht.

„Wichtig ist es, die Menschen schnell mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen. Wasser, Hygiene, medizinische Versorgung und Nahrungsmittel sind in den ersten Stunden entscheidend“, so Peter Ossowski, Leiter des 4.000 Quadratmeter großen Logistikzentrums. Hier lagern die Hilfsgüter der größten deutschen humanitären Organisation – mit Partnern in über 50 Ländern der Welt.

(Foto: privat)
(Foto: privat)

Das mobile DRK-Krankenhaus ist innerhalb von 48 Stunden aufgebaut

Das Herzstück der Hilfe ist ein einzigartiges modulares System aus Wasserversorgung, Basisgesundheitsstation und mobilem Krankenhaus. Hiermit können 40.000 Menschen mit Trinkwasser und 30.000 medizinisch versorgt werden. Das binnen 48 Stunden aufgebaute und einsatzbereite mobile Krankenhaus verfügt zusätzlich über 120 stationäre Betten. Weitere 7.000 Menschen können täglich ambulant versorgt werden.

Neben der Hilfe bei Naturkatastrophen hilft das DRK, zusammen mit dem Roten Halbmond, derzeit im syrischen Bürgerkrieg. Mehr als 11,5 Millionen Menschen befinden sich dort auf der Flucht. Die Arbeit hier sei weitaus gefährlicher als nach Naturkatastrophen. „Die beteiligten Bürgerkriegsparteien respektieren die Unabhängigkeit und humanitäre Hilfe des Roten Kreuzes immer seltener“, bedauert ein Vertreter des DRK. Dadurch werden immer wieder Helfer des Roten Kreuzes in Kampfhandlungen verwickelt und sterben. Mittlerweile seien so allein in Syrien über 50 Helferinnen und Helfer ums Leben gekommen.

„Die Arbeit des Roten Kreuzes kann man gar nicht genug würdigen. Umso bedauerlicher ist es, dass die Helfer in den Krisenregionen immer häufiger in Kampfhandlungen geraten und so zu Opfern werden“, so Beermann.

„Ich danke unserem Bundestagsabgeordneten für die Möglichkeit dieser Dialoge. Wir konnten neben den Themen des DRK-Bundesverbandes ebenso unsere regionalen Sorgen und Nöte, wie die Helfergewinnung und Ausstattung der Ortsvereine diskutieren und auch mögliche Lösungsvorschläge unterbreiten. Es ist gut zu wissen, dass unser Bundestagsabgeordneter Maik Beermann brennende Themen von Schaumburg nach Berlin „mitnimmt“ und an den entscheidenden Stellen platziert“, so der Schaumburger DRK-Kreisvorsitzende. (pr)

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„De Schaumbörger“: Bernd Koller (links) und Maik Beermann in Berlin. (Foto: privat)

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