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Erster Frauensporttag im Weser-Fit-Rinteln: „Sport ist nicht Mord“

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(Rinteln) Zum allerersten Frauensporttag hatte das Weser-Fit-Rinteln eingeladen. Rund 70 Frauen sind dem Aufruf gefolgt und haben sich im Weser-Fit-Rinteln angemeldet. Den ganzen Tag über konnten die Frauen an den angebotenen Kursen teilnehmen. Ausprobieren was ihnen gefällt und sich mit andern Frauen austauschen.

Claudia Zehrer: „Sport verbindet auch über längere Zeiträume“

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rinteln, Claudia Zehrer: „Mit den innovativen Kurs-Angeboten beim Frauensporttag sehe ich eine sehr gute Möglichkeit, die eigenen Bedürfnisse ohne Rollenklischees in geschützten Räumlichkeiten in den Vordergrund zu stellen und dieses noch dazu in netter Runde unter Gleichgesinnten.“ Einen bewegungsfreudigen und sportlichen Tag mit herausfordernden, sportlichen Einheiten wünschte Zehrer, selbst Mitglied beim Weser-Fit-Rinteln, die den Tag über begleitete.

Claudia Zehrer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rinteln, trainierte ebenfalls fleißig mit.

Weser-Fit-Leiterin Maike Wagenaar begrüßte die Teilnehmerinnen mit einem wunderbaren Motivationsvortrag. „Warum ist Sport so wichtig?“, fragte sie in die Runde. Mit ganz viel Humor wurden dann die Lösungen präsentiert. Sport sei wichtig bei Verspannungen, Wechseljahren, Stressabbau und Darmträgheit so Wagenaar.

Weser-Fit-Leiterin Maike Wagenaar begrüßte die Teilnehmerinnen mit einem Motivationsvortrag.

Es wurde an Glaubenssätzen gefeilt wie etwa „Sport ist Mord“ und festgestellt, dass Sport doch gut tut und tatsächlich gute Laune macht. Die hatten den ganzen Tag über alle Teilnehmerinnen, die sich ihre Kurse in Workshop-Blöcken aussuchen konnten. Angeboten wurden: Zumba, Kraftausdauertraining am Gerät, Pilates und Krav Maga, Rückentraining am Gerät, Step Aerobic, Jumping Fitness und Klettern, Tabata, Jumping Light und Qi Gong.

Uns jagt kein Säbelzahntiger mehr –wir haben immer noch Reflexe zum Weglaufen

Maike Wagenaar: „Gerade nach einem langen harten Arbeitstag ist eine ausreichende Bewegung wichtig um sich auszupowern und die Anspannungen vom Tage loszulassen. Der Körper spannt sich den Tag über an, durch den Stress und das viele sitzen – Der Darm hört durch die Körper-Anspannung auf zu arbeiten. Früher in der Geschichte der Menschheit haben wir das automatisch mit der Bewegung gemacht. Heute bewegen wir uns nicht mehr so viel, haben aber immer noch die gleichen Reflexe. Wir brauchen den Sport, denn bei Bewegung entspannt sich unser Körper und auch der Frust wird abgebaut. Am Ende kann ich sogar noch gut schlafen, weil ich angenehm müde geworden bin.“

Wichtig sei nur, die individuelle Sportzeit zu finden. Manche sind ab 20 Uhr blockiert, andere blühen dann erst richtig auf. Und wer es morgens einrichten kann, der entscheidet sich oft dafür. Das Fazit von Wagenaar: „Was die Teilnehmerinnen nun umsetzen, das muss jede für sich selber wissen. Das Werkzeug haben wir ihnen heute an die Hand gegeben und viele Möglichkeiten aufgezeigt.“ Der Frauensporttag im Weser-Fitness-Rinteln war auf jeden Fall ein voller Erfolg, das fanden alle Teilnehmerinnen.

Zumba – Feel the Energy. Ein Erfahrungsbericht

Zumba-Trainerin Ricarda.

Der Übungsraum ist voll von Frauen. Die Musik geht los, ich stehe in erster Reihe, schaue vor mir in den Spiegel und denke: Hoffentlich mache ich eine gute Figur. Aber ich merke recht schnell, dass ist hier wirklich total egal, denn niemand der anderen Teilnehmerinnen schaut auf mich, alle sind konzentriert die Übungen und Tanzschritte richtig nachzumachen.

Ricarda, meine hinreißende Zumba Lehrerin, springt und hüpft mit einer Leichtigkeit durch den Übungsraum. Sie stampft auf mit ihren Füßen, lacht uns an und klatscht. Alle machen begeistert und konzentriert mit. Nach 10 Minuten tropft der erste Schweißtropfen auf meine Brille. Ein bisschen stolz bin ich da schon. Wie eine Trophäe baumelt er auf meinem Brillenglas. Ich habe jetzt aber keine große Zeit mich zu freuen, denn die Musik hört nicht auf und Ricarda tanzt und ich mache aktiv mit. Ich habe noch Schwierigkeiten, hinterher zu kommen und ich lese auf ihrem Shirt den Text. „Feel the Energy.“ Hmm ich „feel“ gerade was ganz anders. Ich schnaufe, ich puste und stöhne etwas. Aber das stört hier keine Frau weiter, es sind alle gerade sehr beschäftigt.

Zwischendurch trinken wir und setzten es sofort in Schweiß um. Ricarda schwitzt nicht. Okay sie könnte vom Alter her meine Tochter sein, glaub ich zumindest. Ich sehe ihren tollen Körper; Hach ja denk ich: Zumba sei Dank sicherlich. Ich feuere mich innerlich an.

Ich wippe auf dem schönen Boden und der Boden fühlt sich wirklich super an. Ich merke eigentlich außer dem Boden und der Musik nichts mehr. Ich schaue auf die Uhr, „20 Minuten sind vergangen“ ich denke nur. „Hilfe, noch 40 Minuten durchhalten“. Ob ich das schaffe? Ich schaffe es und es war richtig gut. Bisschen schnell für mich, weil ich diese Schritte nicht kannte. Das nächste Mal gehe ich zum Zumba Gold Kurs. Das ist etwas langsamer, also meinem Alter entsprechend. Mein Körper ist inzwischen richtig warm und ein unglaubliches Gefühl durchströmt mich. Ich habe etwas für mich getan. Meine Muskulatur, meine Knochen alle durften sich heute mal so richtig bewegen. Ricarda lacht mich an und ich lache zurück.

Wer ein „Ganz-Körper-Training“ sucht, der ist bei Zumba genau richtig. Hier gibt’s kein Grübeln mehr, keine negativen Gedanken, man ist nur noch beschäftigt mit sich und dem Takt zur Bewegung. Stressabbau pur. Ja Ricarda hat schon Recht. Feel the Energy. Die habe ich gefühlt und ich möchte laut rufen: „Hey ich habe heute Sport gemacht. Und wann ihr?“

(Text & Fotos: Sandra Kossendey)

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