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Feuerwehr Exten: Türöffnungen künftig materialschonender möglich

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(Exten) Obwohl es im Mai vergangenen Jahres eine kritische Hochwasserlage der Exter gab, blieb der Rintelner Ortsteil Exten von größeren Hochwasserschäden verschont. Am 21. Mai 2019 war ein Pegelstand an der Brücke in Uchtdorf von 1,92 Metern erreicht, normalerweise befindet sich der Pegelstand im Mittel bei 48 Zentimetern. Im schlimmstmöglichen Fall träfen so Exter-Hochwasser und Weser-Hochwasser zusammen, dann könnten die Wassermassen der Exter nicht in die Weser abfließen. Große Überschwemmungen in Exten wären die Folge.

Wie auf der jüngsten Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Exten erklärt wurde, fand auf Initiative des Ortsbürgermeisters Bernd Kirchhoff im vergangenen Jahr ein Treffen mit der Arbeitsgruppe statt, die auch das Weser-Hochwasserschutzkonzept für die Stadt Rinteln erarbeitet hat. Da für die Exter keine Simulationsdaten im Falle eines Jahrhunderthochwassers zur Verfügung stehen, soll in diesem Jahr ein Gespräch mit Anrainern stattfinden, um verschiedene Szenarien des Hochwassers zu besprechen.

Nicht nur Hochwasser, auch die hohe Einsatzfrequenz mit sieben Vegetationsbränden war ein Thema der Versammlung. Unter anderem an der Extertalstraße, in Hohenrode, Uchtdorf, Ahe und im Kalletal mussten die Brandbekämpfer aufgrund entzündeter Flächen tätig werden. In der Summe waren es 30 Einsätze für die Feuerwehr Exten, bei den Alarmierungen im Ortsgebiet befand man sich im Durchschnitt bereits 7:20 Minuten nach Alarmeingang über die Meldeempfänger mit neun Personen am Einsatzort.

Von links: Louis Bücher, Jaqueline Seifert und Florian Bücher.

Für 2020 steht laut Ortsbrandmeister Benjamin Bünte eine weitere Verbesserung der Zusammenarbeit im gemeinsamen Brandschutzabschnitt mit den Ortsfeuerwehren Hohenrode und Strücken auf dem Plan. Ebenso soll eine Türöffnung bei Amtshilfe für Polizei oder Rettungsdienst künftig materialschonender verlaufen. Bislang mussten Türen oder Fenster in so einem Fall gewaltsam aufgebrochen werden, die Hausbesitzer mussten selbst für den angerichteten Sachschaden aufkommen. Dank eines Sperrwerkzeugkastens, den der Feuerwehr-Förderverein durch eine Spende von riha Wesergold überreichte, werden die Tür- und Fensteröffnungen künftig nach erfolgter Ausbildung mit einem Minimum an Sachbeschädigung durchgeführt werden.

Dr. Joachim Steinbeck überbrachte Grußworte von der Stadtverwaltung.

Im Rahmen der Beförderungen konnte Jaqueline Seifert zur Feuerwehrfrau, sowie Louis Bücher und Florian Bücher zum Feuerwehrmann befördert werden. Laura Entorf wurde zur Oberfeuerwehrfrau und Jaqueline Neumann zur 1. Hauptfeuerwehrfrau befördert und Benjamin Bünte zum Brandmeister. Für 25 Jahre Verdienste im Feuerlöschwesen erhielt Jens Grote das Niedersächsische Feuerwehrzeichen verliehen. Dieter Welsch ist ab sofort Träger des Abzeichens des Niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Nach 42 Jahren in der Feuerwehr-Einsatzabteilung wechselte Eckhard Krüger in die Altersabteilung. Dafür gab es als Andenken eine Feuerwehr-Axt.

Als Andenken an 42 Jahre aktiven Feuerwehr-Dienst gab es von Ortsbrandmeister Benjamin Bünte (links) für Eckhard Krüger eine Feuerwehr-Axt.

 

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