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„Gefährlicher Fußweg“: Keine Verlegung der Bushaltestelle geplant

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Die Baustelle in Todenmann bereitet einigen Eltern Sorgen. Durch den Wegfall der Bushaltestelle „Altes Zollhaus“ in Fahrtrichtung Kleinenbremen (bei der ehemaligen Sparkasse) hält der Bus mittags jetzt am Gasthaus „Zur Linde“ – fast am anderen Ende der Ortschaft.

„Mit dem Ergebnis, dass die Kinder, die im westlichen Teil Todenmanns wohnen, den ganzen Weg durch die Baustelle zurück gehen müssen“, sagt Julia Thieme aus dem Kirschendorf.

Sie hat zwei Kinder (eines besucht die Grundschule Nord, das andere geht aufs Gymnasium) und macht sich Sorgen, dass etwas passieren könnte, wenn die Schulkinder mittags den Weg durch die Baustelle nach Hause antreten: „Immerhin herrscht dort Baustellenverkehr, Kinder kann man schnell mal übersehen, das ist eine Gefahrenquelle.“

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Liegt in Bauabschnitt Eins: Die Bushaltestelle „Altes Zollhaus“, in Fahrtrichtung Kleinenbremen.

Die Eltern seien zwar darüber informiert worden, dass für die Zeit der Vollsperrung eine Ersatzhaltestelle in der Fülmer Straße eingerichtet würde, ebenso im Bereich Tulpenstraße, aber davon, dass der Bus jetzt nur noch am anderen Ende des Dorfes hält, erfuhr sie durch Zufall: „Ich wunderte mich, dass mein Sohn später nach Hause kommt. Da hat er mir gesagt, dass er den Weg von der Haltestelle ´Zur Linde´ zu Fuß zurückgehen würde.“

Thieme suchte Hilfe bei der Stadt, die nahm Kontakt mit der Schaumburger Verkehrsgesellschaft auf. Es kam zu einem Ortstermin mit Ordnungsamt und der Polizei. Die Mutter machte den Vorschlag, die Haltestelle doch weiter westwärts zu verlegen, entlang der Hauptstraße, aus dem Kurvenbereich heraus an die erstmögliche Stelle. „Das wurde abgelehnt, da es sich dabei um einen Bereich außerhalb einer geschlossenen Ortschaft handelt“, sagt sie.

Der zweite Vorschlag, die Haltestelle auf Höhe der Tulpenstraße einzurichten, erwies sich ebenfalls als nicht umsetzbar. Durch die Baustelle will Thieme ihre Kinder nicht laufen lassen, das ist ihr zu gefährlich. So bleibt ihr derzeit nur die Option, ihre Kinder selbst von der Schule abzuholen. Manchmal käme es auch vor, dass die Kinder während der Rotphase aus dem Bus gelassen würden. Das mit dem Abholen ist nämlich so eine Sache. „Dafür muss ich meine Praxis jetzt jeden Tag eine Stunde früher schließen“, ärgert sich die Mutter, „doch bald sind Herbstferien, dann kehrt etwas Ruhe ein. Und kurze Zeit später kommt die Vollsperrung, dann greift ja die Ersatzhaltestellenregelung.“ Und wenn der zweite Bauabschnitt bearbeitet wird, die Baustelle also weiterzieht, ist auch die Haltestelle am Alten Zollhaus wieder in beide Richtungen benutzbar, hofft sie.

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