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Gefahrguteinsatz in Rintelner Nordstadt: Chemikalie auf Baumarkt-Parkplatz ausgelaufen

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(Rinteln) Ein ereignisreicher Tag für die Feuerwehren Rinteln und Todenmann: Zuerst galt es, die Verrauchung eines Schilderdienstes in der Klosterstraße zu beseitigen. Am Abend, kurz nach 18 Uhr wurden die ehrenamtlichen Brandbekämpfer dann zu einem Einsatz in die Rintelner Nordstadt alarmiert.

Auf dem Parkplatz des toom-Baumarktes parkte ein Mercedes-Transporter, aus dessen Laderaum eine Flüssigkeit tropfte. Die Einsatzkräfte sperrten zusammen mit den toom-Mitarbeitern Teile der Parkflächen weiträumig ab. Gleichzeitig wurde die ausgelaufene Flüssigkeit notdürftig mit Bindemittel abgestreut. Zwischenzeitlich klärte sich auch der Hergang auf. Der Fahrer des Transporters hatte ein 230-Liter-Fass mit Inhalt, bei dem es sich um Polyurethan handeln soll geladen. Das Material kommt unter anderem für die Verklebung von Stein- und Marmorteppichen zum Einsatz.

Das Fass war während der Fahrt umgekippt. Dabei brach offenbar der Zapfhahn ab und die Chemikalie bahnte sich ihren Weg ins Freie. Unglücklicherweise wurde das Fahrzeug beim Abstellen genau über einem Kanaldeckel geparkt. Rund 200 Liter sollen dem Vernehmen nach unterwegs und vor Ort ausgelaufen sein. Die Tropfspuren waren laut vorliegenden Informationen bereits am Kreisverkehr der Großen Tonkuhle sichtbar.

Glück im Unglück für die Einsatzkräfte, dass es nicht geregnet hatte. Wie Einsatzleiter Thomas Blaue vor Ort mitteilte, dürfe die Chemikalie nicht mit Wasser in Verbindung kommen, da sie sonst aufschäume. Mit Sand, bereitgestellt durch den Bauhof der Stadt Rinteln, sollte die Flüssigkeit schließlich abgestreut werden. So wie sich die Lage zum Zeitpunkt der Berichterstattung darstellte, wollte man den Transporter zunächst auf dem Parkplatz stehen lassen, bis sich das Polyurethan verfestigt. Danach soll der Wagen abtransportiert werden. Mitarbeiter der städtischen Abwasserbetriebe kontrollierten, ob und wo die Chemikalie in die Abwasserschächte gelangt war.

Die Kanalisation wurde kontrolliert, um den möglichen Weg der Chemikalie nachverfolgen zu können.

Noch während der Einsatz andauerte, kam bereits der nächste Alarm über die Meldestelle rein: Feuerwehr-Einsatzleiter Thomas Blaue schickte daraufhin das Löschfahrzeug in Richtung Autobahn.

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