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Humor aus dem Homeoffice: RCV zeigt Schaufensterbühne auf Rintelner Marktplatz

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(Rinteln) Zwar steht auch die aktuelle Session des Rintelner Carnevalsvereins (RCV) ganz unter dem Einfluss der Corona-Pandemie, aber dass es so schlimm kommen würde, damit hatten die Närrinnen und Narrhalesen aus der Weserstadt nun wirklich nicht gerechnet.

Elferratspräsident Hans-Hermann Stöckl (li.) und Jörg Riechert zeigen die dekorierten Schaufenster im ehemaligen Modegeschäft „G. Jakobs“.

Passend dazu lautet das Motto „Der RCV macht Karneval – im Homeoffice mit Maskenball“. Die Freude auf eine neue fröhliche Karnevalszeit blieb auf der Strecke. Alle Veranstaltungen mussten abgesagt werden, aber echte Karnevalisten geben nicht auf. Mit Aktionen über die sozialen Medien blieben die Mitglieder in Kontakt.

Jetzt haben die Botschafter des närrischen Frohsinns die Gelegenheit beim Schopf gepackt und sind dank der Hilfe ihres Mitglieds Thomas Gieselmann mit dem Stadtmarketingverein Pro Rinteln in Kontakt getreten. Daraufhin hat man die leerstehenden Schaufenster des ehemaligen Modegeschäfts „G. Jakobs“ am Marktplatz zur Karnevalsbühne umfunktioniert.

Wie Elferratspräsident Hans-Hermann Stöckl berichtet, ist die Idee zur RCV-Präsentation beim Anblick der Krippen-Ausstellung – ins Leben gerufen durch Jörg Reinecke von Apollo Optik – zur Vorweihnachtszeit gereift. Mit Hilfe einiger Karnevalisten und durch eifrigen Körpereinsatz sind die Schaufenster schließlich in mehrtägiger Arbeit fachmännisch dekoriert worden.

Die Mitwirkenden hat RCV-Gründungsmitglied und Bühnenmeister Wulf Anke in Puppenform nachgebaut und mit passenden Requisiten ausgestattet. So sieht man den „Mini-Elferrat“ ebenso wie die „Drei Tonöre“, die ihre schwungvollen Körper im Takt der Musik bewegen und die beliebten „Klosterelfen“. Die „Rintelner Jungs“ singen wild entschlossen, der „Nachtwächter“ schimpft aus seiner Bütt und der Fürst vom Klippenturm grüßt das Volk im Flachland.

Gardemädchen und Funkenmariechen komplettieren die kleine Ausstellung hinter Glas. Natürlich vorschriftsmäßig mit Maske. Dazwischen ist eine fast schon historische Aufnahme des Elferrates zu sehen – sie stammt aus dem Jahr 1990, was immerhin schon 31 Jahre her ist. Die Hexe meckert und schmollt in ihrer Ecke. Sie will es nicht wahrhaben, dass Corona jetzt auch die Krawattenjagd unmöglich gemacht hat.

Eine Büttenrede hat Ex-„Nachtwächter“ Jörg Riechert, auf Prunksitzungen zuletzt bekannt als „Landmann“ und „Hausmeister“, dennoch aufgenommen. Gewissermaßen Humoristisches aus dem Home-Office. Zunächst sollen RCV-Mitglieder in den Genuss der unterhaltsamen Reime kommen, alle anderen dürfen später lachen.

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