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„I will try my very best!“: Rintelner Verein für Städtepartnerschaften wählt neuen Vorsitzenden

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(Rinteln) Der Rintelner Verein für Städtepartnerschaften e.V. hat einen neuen Vorsitzenden. Auf der Jahreshauptversammlung im Clubhaus des Tennisvereins Rot-Weiß Rinteln wählten die Mitglieder Jürgen Watermann an die Spitze des Vereins mit 153 Mitgliedern. Er löst damit Bernhard Priesmeier ab, der den Posten nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Dietrich Lange vorübergehend übernommen hatte.

Watermann ist als Vorsitzender der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft bestens bekannt und wird seine Erfahrungen in der langjährigen Partnerschaft mit der Stadt Schaumburg im US-Bundesstaat Illinois unter dem Motto „I will try my very best!“ auch in Rinteln einfließen lassen, wie er zu Protokoll gab. Bernhard Priesmeier und (der ebenfalls neu gewählte) Tobias Möller stehen dem neuen Vorsitzenden als wieder-, bzw. neugewählte Stellvertreter zur Seite. Als Beisitzerin für die polnische Partnerstadt Slawno ist Dr. Ewa Bacia neu gewählt worden, während Roswitha Hoekstra bei einer Wiederwahl im Amt der Beisitzerin für Kendal bestätigt wurde.

Von links: Ulrike Rohrsen (Schriftführerin), Bernhard Priesmeier (stv. Vorsitzender), Dr. Ewa Bacia (Beisitzerin für Slawno), Tobias Möller (stv. Vorsitzender), Jürgen Watermann (Vorsitzender), Ursula Mücke (Kassiererin) und Roswitha Hoekstra (Beisitzerin für Kendal).

In seinem Jahresbericht stellte Priesmeier die Ursprünge des städtepartnerschaftlichen Gedankens heraus und die Veränderungen in der heutigen Zeit. Dietrich Lange, dem posthum die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde, verstand die aktive Städtepartnerschaft immer als praktische Friedenspolitik und setzte daher stark auf persönlichen Austausch durch Besuche, immer begleitet von Vertretern der künstlerischen und musizierenden Zunft als kulturelle Bereicherung. Und so bereisten Chöre, Vereine und die Tanzgarde des RCV die englische Stadt Kendal und Slawno in Polen. Im Gegenzug erwies unter anderem der K-Shoes-Choir der Weserstadt die Ehre und trat auf dem Altstadtfest im August vergangenen Jahres auf. Auch der Kendaler Bürgermeister Alvin Finch kam zur Eröffnung des Rintelner Adventszaubers persönlich vorbei und verbrachte gesellige Stunden in Rinteln. Zuletzt wünschte Dr. Krzysztof Frankenstein samt Delegation den Rintelnern nicht nur das Beste fürs neue Jahr – er überbrachte die Grußworte auch höchstpersönlich im Rahmen des Neujahrsempfangs. So soll es auch im neuen Jahr weitergehen, verriet Kassiererin Ursula Mücke, die bereits Gelder für Fahrten nach Kendal und Slawno eingeplant hat. Unter anderem bei der Amtseinführung des neuen Kendaler Bürgermeisters im Mai wird das Rintelner Stadtoberhaupt Thomas Priemer vertreten sein. Zum 50. Jubiläum des Torchlight-Festivals in Kendal könnte sich der RCV auf den Weg in den Lake District machen. An Pfingsten steht ein Besuch des Symphonischen Blasorchesters zusammen mit der Band „Daisy Town“ in Slawno auf dem Programm.

Um die künftige Städtepartnerschaft mit Tongnan in China wird sich die Deutsch-Chinesische Gesellschaft in Schaumburg kümmern, der Aufwand sei mit den personellen Möglichkeiten des Rintelner Vereins nicht zu schaffen, war ebenfalls zu erfahren. Bereits Ende März, so verriet Bürgermeister Priemer, sei ein Besuch von Schülern des Gymnasiums in China geplant. Momentan müsse allerdings die Entwicklung in Sachen Corona-Virus abgewartet werden.

Der Verlust des ehemaligen Vorsitzenden Dietrich Lange habe ein tiefes Loch ins Vereinsumfeld gerissen, so Bürgermeister Thomas Priemer. Verstärkung bei der Fülle an zu bewältigenden Aufgaben erfährt der Verein daher künftig aus dem Rathaus. Jasmin Stummeier, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, soll die Belange der Städtepartnerschaften unterstützen, kündigte Priemer an.

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