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IGS-Neubau: Keine Durchfahrtssperre für Burgfeldsweide / Pläne in der Überarbeitung

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(Rinteln) Eigentlich hätte der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung als eine der letzten Stationen auf dem Weg zum IGS-Neubau über den Fortschritt der Planungen informiert werden sollen. Dann hätte der Rat kurz vor den Sommerferien „grünes Licht“ geben sollen, und der Landkreis hätte mit den Ausschreibungen beginnen können. Nun informierte Planer Peter Flaspöhler über eine mögliche Verzögerung noch vor Baubeginn. Die Phase der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans sei abgeschlossen. Von Bürgern sei keine Stellungnahme eingegangen. Möglicherweise eine Folge des angenommenen Planfalles, nach dem die Burgfeldsweide an der Einmündung zum Graebeweg für den Verkehr gesperrt werden sollte. Somit wäre auch der Bus- und Pendelverkehr aus der Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße ferngeblieben. Am vorletzten Tag der Auslegung, so Flaspöhler, sei eine Stellungnahme der Verkehrsbetriebe Extertal eingegangen, die die Verkehrsplanung noch einmal durcheinanderwürfeln sollte. Demnach werde die Verkehrsverbindung über die Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße benötigt, um den Stadtbusverkehr aufrecht zu erhalten. 18 bis 20 Busse würden dort täglich verkehren. Eine Sperrung der Burgfeldsweide wäre somit aus dem Rennen.

Nach bisheriger Planung sollte die Burgfeldsweide auf Höhe der Einmündung zum Graebeweg zur Sackgasse werden.

Der Bebauungsplan wäre davon zunächst einmal nicht betroffen, aber in seiner Begründung ist die Verkehrsführung mit Sperrung der Burgfeldsweide angeführt. Das wiederum hat zur Folge, dass die möglichen Planfallvarianten (im Februar waren im Bauausschuss mehrere Szenarien durchgesprochen worden) noch einmal betrachtet werden müssen. Der Verkehrsgutachter muss noch einmal beschäftigt werden, ebenso muss ein Schallgutachten mögliche Auswirkungen von Lärm prüfen. Dann müsste der Plan (mit einer verkürzten Dauer) erneut öffentlich ausgelegt werden, damit Bürgern und Institutionen die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben wird. Möglicherweise müssten die neuen Pläne dann nicht noch einmal alle politischen Gremien passieren. Es besteht sogar die Möglichkeit, eine teilweise Baugenehmigung zu erteilen, sobald eine gewisse Planreife erreicht wurde. Die Baugenehmigung ist enorm wichtig, ohne sie kann die Ausschreibung der Arbeiten durch den Landkreis nicht erfolgen.

Wie das Problem mit dem (Bus-)Verkehr gelöst werden soll, müssen die Gutachter klären. Als eine Möglichkeit bliebe das Ausweichen des Busverkehrs über die Paul-Erdniß-Straße oder eine Busschleuse, die Fahrzeuge mit entsprechender Spurweite (also Busse aber auch Feuerwehrfahrzeuge) passieren könnten, normale PKW jedoch nicht. Mit Schranken habe man in Rinteln jedenfalls nicht die besten Erfahrungen, merkte Dr. Gert Armin Neuhäuser (WGS) im Hinblick auf die Schrankenanlage in der „Drift“ an. Auch die Treckerschleuse auf Höhe der Zufahrt zum Flugplatz sei immer wieder durch Spuren von Autos gekennzeichnet, die es dennoch mal probiert hätten.

Welche Auswirkungen die neuen Erkenntnisse auf den IGS-Baubeginn haben werden, hängt also vor allem davon ab, wie schnell die Gutachter ihre neuen Aufgaben erledigen und wann das Thema in der Politik zum Abschluss gebracht wird, damit der Landkreis mit der Ausschreibung beginnen kann.

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