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Lions Club Damen überreichen 4000 Euro an Kinderschutzbund Rinteln

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(Rinteln/Bad Eilsen) Am Dienstag haben die Damen vom Lions Club Bad Eilsen/Weserbergland eine Doppelspende an Petra-Rabbe-Hartinger, die erste Vorsitzende des Kinderschutzbundes Rinteln, übergeben. Die Projekte „Coaches für Teenager“ und „Wellenreiter“ erhielten je 2.000 Euro für ihre Arbeit mit Kindern, Teenagern und Eitern. Das Geld stammt aus dem Verkaufserlös der beliebten Sammel-Ostereier in diesem Frühjahr.

Petra Rabbe-Hartinger zeigte sich sehr erfreut über diese großzügige Spende und berichtete, die Fachkräfte in den Projekten „Coaches für Teenager“ hätten sich nach dem „Shutdown“ im März viele Gedanken darüber gemacht, wie sie mit den Jugendlichen, Kindern und Eltern aus den bis dahin wöchentlichen Gruppen in Kontakt bleiben können.

Susanne Meyer, Leiterin des Projektes „Coaches für Teenager“, nannte einige Beispiele: „Mit den Jugendlichen haben meine Kollegin Luisa Heinz und ich wöchentlich Online-Challenges veranstaltet, bei denen Rätsel gelöst, Fotos gemacht, Backergebnisse per Foto geteilt und vieles mehr an Aufgaben gemeinsam in der Online-Gruppe gelöst werden konnten. In jeder Woche gab es fürs Mitmachen einen kleinen Preis, der zusammen mit einer neuen Aufgabe in einer Tüte von uns an die Haustür gebracht wurde, wo es in sicherer Entfernung immer die Gelegenheit zu einem kleinen persönlichen Austausch gab. Die gesammelten Fotos sollen zu einem Corona Erinnerungsvideo zusammengestellt werden“.

Vorne: Lions-Präsidentin Cornelia Wanke (li.) übergibt den symbolischen Spendenscheck über 4.000 Euro an Kinderschutzbund-Vorsitzende Petra Rabbe-Hartinger. Hintere Reihe, von links: Claudia Bloch, Anette Denz und Rosemarie Hohmeier von den Lions Damen Bad Eilsen-Weserbergland mit Susanne Meyer, Luisa Heinz und Lena Busker vom Kinderschutzbund Rinteln

Für das Projekt „Wellenreiter“ berichtete Lena Busker, dass man in der Kindergruppe ebenfalls jede Woche Tüten mit kleinen Überraschungen und einem Rezept verteilt habe: „Wir haben die Kinder dazu ermuntert, Bilder vom Kochen oder Backen zu knipsen. Unser Ziel ist es, die Fotos von den Koch- und Back-Ergebnissen zu einem gemeinsamen Kochbuch zusammenzustellen.“

Susanne Meyer, Luisa Heinz und Lena Busker erstellten einen Hygieneplan für das Bauwagengrundsiück, um sich dort dann nach den Osterferien wieder mit den Eltern an der frischen Luft und mit genug Abstand zum 1:1-Austausch treffen zu können. Meyer ergänzte: „Seit zwei Wochen finden auch endlich wieder 1:1-Treffen mit Jugendlichen und Kindern statt. Die Treffen werden mit viel Freude angenommen. Auch wenn allen das Gruppenerlebnis fehlt, sind diese Begegnungen besser als gar nichts“. Gefühlt seien sie und ihre Kolleginnen gleich wieder gut im persönlichen und hätten guten Austausch und vielSpaß mit den Kindern und Jugendlichen gehabt, stets natürlich unter Sicherheitsmaßnahmen wie Mindestabstand und das Tragen einer Maske.

Meyer äußerte ihre Einschätzung, dass eine gute Beziehung „stärker sei als Corona“. Denn auch nach zwei Monaten ohne persönlichen Kontakt sei sofort die Vertrautheit zwischen Fachkräften und den Jugendlichen bzw. Kindern wieder da gewesen. Luisa Heinz ergänzte: „Ab Mitte Juni sind wieder Gruppentreffen geplant, erst einmal mit vier bis fünf Kindern und Jugendlichen. Weil für das Gruppengeschehen gemeinsames Kochen und Essen ganz wichtig sind, mussten wir uns auch etwas für den hygienischen Umgang mit Tellern, Töpfen, Gläsern und Besteck überlegen. Daher haben wir nun eine Spülmaschine für die Küchenhütte angeschafft, mit der wir Geschirr und Besteck heiß genug abspülen können.“ Die Eltern aus dem Elternkurs sollen sich wieder ab Mitte Juni in einer Kleingruppe treffen, alles jedoch auf dem Grundstück und an der frischen Luft.

Die Vorsitzende des Kinderschutzbundes warf abschließend einen Blick voraus: „Da die Sommerfreizeiten wahrscheinlich nicht wie
geplant laufen können, müssen wir uns eine ansprechende Alternative einfallen lassen. Vielleicht werden wir mit den Kindern bzw. mit den Jugendlichen Projekte auf dem Grundstück durchführen.“

Für diese Ferienprojekte komme die Spende der Lions Damen gerade richtig, freute sich Rabbe-Hartinger. „Vielleicht werden Einzelzelte gekauft. Auch der Transport ist noch ein Thema. Da muss eventuell noch ein Fahrzeug angemietet werden, um den Sicherheitsabstand im Fahrzeug beim Transport einhalten zu können. Eine Außendusche mit Warmwasserbereitung ist auch eine Idee, so dass vielleicht, wenn dies im Sommer erlaubt ist, Übernachtungen auf unserem Bauwagen-Grundstück möglich sind.“ Somit könnte zumindest gefühlt ein Teil von der lang ersehnten Sommerfreizeit stattfinden, erklärte Meyer. Zusammen mit ihren Kolleginnen hoffe sie sehr, dass alles so klappt und auch erlaubt werde, wie sie es sich vorstellten.

„Denn je länger die Krise dauert, desto deutlicher wird der Bedarf von Eltern Kindern Jugendlichen, wieder verlässliche Ansprechpartner und Austausch und Spaß in der Gruppe zu haben“, so Meyer abschließend.

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