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Möllenbeck: Austausch zum Kiesabbau

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(Möllenbeck) Der heimische Bundestagabgeordnete Maik Beermann, Ulrich Seidel, der erste Vorsitzende der CDU Rinteln und CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzender Veit Rauch besuchten jüngst das Kieswerk Reese in Möllenbeck, um sich mit den beiden Geschäftsführern Philipp Reese und Jörg-Peter Kölling sowie Heinz-Jürgen Requardt (Rohstoffsicherung) über die aktuelle Lage im Kiesabbau auszutauschen.

Ein großes Thema war die Bahnverladung in Bodenwerder/Kemnade. Von Emmerthal bis Bodenwerder wurde der Bahnverkehr wieder aufgenommen, dadurch werden mittlerweile rund 19.000 LKW-Bewegungen pro Jahr eingespart. Zweimal pro Woche werden etwa 3.200 Tonnen Kies & Sand verladen, das bedeutet, ein Zug ersetzt rund 120 LKW. Die Investition für die Bahnstreckensanierung sowie für das Erstellen des Anschlussgleises und der Verladeeinrichtung geht in den zweistelligen Millionenbereich. Das Vorhaben wurde mit rund vier Millionen Euro von Bund und Land gefördert.

Zur Unternehmensgruppe Reese, deren Hauptsitz sich in Möllenbeck befindet, gehören derzeit Kieswerke an den Standorten Sprakensehl, Neuenkirchen-Grauen, Wietzendorf-Reddingen, Stolzenau, Bad Oeynhausen, Kalletal-Stemmen, Rinteln-Möllenbeck & Bodenwerder. Darüber hinaus zählen zwei Steinbruchbetriebe in Salzkotten-Niederntudorf und Vlotho zum Firmenverbund. Eine eigene LKW-Flotte von momentan 20 Lastwagen rundet den Servicebereich ab. 130 Mitarbeiter zählt das Unternehmen aktuell. Beim letzten Besuch von Maik Beermann vor 3,5 Jahren waren es noch 70 – 80 Mitarbeiter. Während der Corona-Krise konnte man die Mitarbeiterzahl um ca. 15 % aufstocken, freute sich Philipp Reese.

Von links: Philipp Reese, Maik Beermann, Veit Rauch, Jörg-Peter Kölling, Ulrich Seidel, Heinz-Jürgen Requardt. (Foto: pr)

Ein weiteres großes Thema seien die Genehmigungsverfahren, die nötig sind, um ein Abgrabungsgebiet zu erweitern oder gar neu zu erschließen. „Dies dauert ca. 15 Jahre, da muss man schon für die nächste Generation vorarbeiten“, stellt Reese fest und ergänzt, „Abbau sollte nur da stattfinden, wo sich zehn Meter Kies und mehr unter der Erde befinden, wir wollen an vorhandenen Standorten investieren und erweitern und keine neuen Standorte erschließen.“

„Ich werde die Bitte an die Politik, die Unternehmen tatsächlich von bürokratischen Lasten auch zu befreien mit nach Berlin nehmen und auch an die Kollegen im niedersächsischen Landtag weiterleiten. Es wird ein konkreter Katalog gebraucht, der von vornherein Klarheit gibt, was wann und wie beantragt werden soll“, erklärte Maik Beermann zum Abschluss. (pr)

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