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Salzwasser und ein Riesenrad unter Denkmalschutz

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Damit sich auf der Rintelner Messe ab Freitag wieder für vier Tage lang die Fahrgeschäfte drehen können, müssen die Schausteller kräftig anpacken und in die Hände spucken. Langsam nimmt die Messelandschaft inmitten der Fachwerkkulisse in Rintelns Innenstadt Formen an.

Auf dem Kirchplatz „entfaltet“ der Autoscooter, südlich der St.-Nikolai-Kirche entsteht der Musik-Express. Marktmeister Daniel Jakschik schaut nach dem Rechten und vergewissert sich, dass alle Aussteller ihre vorgesehenen Plätze eingenommen haben. Wie ein überdimensionales Lego-Set bauen Mitarbeiter Stück für Stück das Kettenkarussell und das nostalgische Feldmann-Riesenrad auf dem Marktplatz auf.

Die Besonderheit: Die Attraktion wurde 2013 von der Stadt Telgte unter Denkmalschutz gestellt. Der Aufbau des 1918 erbauten Riesenrads besteht bis heute aus einer Holzkonstruktion, nur der Motor, Antrieb und die Hauptachse sind aus Metall gefertigt. Angetrieben wird der Mechanismus von einem Schleifringmotor mit einer einfachen, aber bewährten Geschwindigkeitsregelung – dem Salzwasseranlasser. In einen Behälter voll Salzwasser, der sich unter der Bodenverkleidung befindet, sind Metallzinken eingetaucht. Die wiederum sind an einem Deckel mit Seilmechanismus befestigt. Der Bediener reguliert an einem Hebel die Eintauchtiefe des Seils und kann so die Geschwindigkeit feinfühlig anpassen.

Die Rintelner Maimesse 2017 öffnet am Freitag nachmittag ihre Pforten. Um 16:00 Uhr erfolgt die Eröffnungszeremonie durch Bürgermeister Thomas Priemer mit Aushängen des Messeprivilegs. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter mitspielt.

Stück für Stück ist heute das denkmalgeschützte Riesenrad auf dem Marktplatz zusammengesetzt worden.
Einfach aber wirkungsvoll: Der „Salzwasseranlasser“ unter dem Riesenrad reguliert die Geschwindigkeit.

 

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