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Sparkasse Schaumburg fördert „Berufsweg-App“ zur Berufsorientierung für Jugendliche

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(Rinteln/Landkreis) Seit 23 Jahren werden im Landkreis Schaumburg an fast allen Schulen die „JUMP!“-Trainings vom klassischen „,Bewerbungstraining“, über das „erster Eindruck-Seminar“ bis hin zum „Rhetorik-Seminar“, angeboten. Tausende von Schülern im Landkreis haben an diesen durch die Sparkasse Schaumburg und die Bundesagentur für Arbeit finanzierten Seminaren teilgenommen. Jetzt kommt mit der BERUFSWEG-App ein neues vielversprechendes Berufsorientierungsinstrument hinzu. Die BERUFSWEG-App für Smartphones mit iOS- und Android-Betriebssystem.

Die App wurde vom Unternehmen UP Consulting mit Sitz in Rotenburg (Wümme) entwickelt. Das Unternehmen ist Bildungsträger, Portalbetreiber und Personalberatung und hat eigenen Angaben zufolge vermutlich als eines der ersten Beratungsunternehmen die Themen Bewerbung und Berufsorientierung in die Schulen transportiert. Geschäftsführer Lars Grewe stellte die Funktionsweise im Rahmen eines Pressetermins mit dem Leiter der Sparkassen-Unternehmenskommunikation, Jörg Nitsche, vor.

Lars Grewe, Geschäftsführer von UP Consulting, und Jörg Nitsche, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Sparkasse Schaumburg.

Den gesamten Prozess der Berufsorientierung können Schüler jetzt in einer App durchlaufen

Die Berufsweg-App wurde bereits an über 100 Schulen in Niedersachsen eingeführt. Acht Schulen im Landkreis sind bereits dabei. So zum Beispiel auch alle fünf integrierten Gesamtschulen im Landkreis Schaumburg. Mit ihnen auch die IGS Helpsen, wo jüngst das Einstiegsseminar mit den Schülern stattfand. Die Kosten für das Seminar und die Berufsweg-Begleitbücher für die Schüler und Lehrkräfte übernimmt die Sparkasse Schaumburg und führt damit die nachhaltige Förderung an den Schulen fort.

Über drei Jahre Entwicklungszeit stecken in der App und den Begleitbüchern für Lehrkräfte und Schüler. Viele Auszeichnungen gab es bereits, darunter zum „,Digitalen Ort Niedersachsen“, das Comenius Edu-Media Siegel und den Digital Champions Award in Gold.

„Einen Schüler erreicht man heutzutage über sein Smartphone“
(Lars Grewe, Geschäftsführer von UP Consulting)

Welche Berufe passen wirklich zu mir? Welche Vorurteile gegenüber Branchen und Berufen habe ich? Was will ich später bestimmt nicht machen? Wie läuft es wirklich hinter den Kulissen ab? Welche Berufe außerhalb des Mainstreams gibt es denn? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefern im nächsten Jahr auch die BERUFSWEG-Parcours. Über 100 Parcours sind bereits für das nächste Jahr terminiert. Auch im Landkreis Schaumburg werden die Schulen diese Form der Kontaktaufnahme inklusive „Speed-Dating“ nutzen. Die Jugendlichen probierten dort in organisierten Kleingruppen-Läufen intensiv und sehr praxisorientiert Berufe aus. In einem Einstiegsseminar werden die Schüler für den Parcours und die neue Berufsweg-App als Teil des schulischen Berufsorientierungs-Systems sensibilisiert.

Die App versteht sich als digitaler Berufsweg-Planer für Jugendliche.

Der Parcours erfüllt auch noch einen anderen Zweck: das Überwinden der Hemmschwelle, auf potenzielle Arbeitgeber zuzugehen. Die App schafft dann noch die Möglichkeit, den Kontakt zu halten oder auch mit anderen Firmen durch eine einfache Kommunikation Kontakt aufzunehmen. Schüler können „Likes“ für Unternehmen vergeben. Firmen können diese erwidern. Eine nachhaltige und authentische Kommunikation, beispielsweise wenn ein künftiger Bewerber mit einem Azubi Informationen austauscht, dient als Basis für künftiges Kennenlernen. Mit der Berufsweg-App können Schüler auch einen fertigen Lebenslauf bereit halten und bei Bedarf einfach per Smartphone an ein Unternehmen senden. Alle Daten werden in einer eigenen Cloud gespeichert und sind so auch bei einem Gerätewechsel verfügbar.

Auch an der Oberschule Bückeburg fand die Einführungsveranstaltung statt. Rechts Oberschulrektorin Inga Woltmann, daneben Konrektor Uwe Engelking, daneben Up-Consulting Trainer Dietmar Rumpf. Jörg Nitsche von der Sparkasse Schaumburg steht ganz links.

Die Einführung von „Berufsweg“ in Schulen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren. Am Anfang steht das Einstiegs-Seminar für Schüler und Lehrkräfte, gefolgt von der Übergabe der Berufsweg-App und der Begleitbücher für Schüler und Lehrer. App und Begleitmaterialien kommen in der Schule und Zuhause zum Einsatz. Jährlich wird ein Berufsweg-Parcours mit heimischen Unternehmen in den Räumlichkeiten der Schule durchgeführt. Unterstützende Seminare für Lehrkräfte und Schüler begleiten auf dem Berufsweg.

Wie Geschäftsführer Lars Grewe berichtet, wird die App von den Schülern auch nach dem Unterricht benutzt. Die jungen Menschen beschäftigen sich in ihrer Freizeit intensiv mit dem Thema der Berufsfindung.

Intention von BERUFSWEG

Viele Jugendliche machen sich mehr Gedanken über die Wahl Ihres Smartphones, die nächste Urlaubsreise oder ihr Outfit, als über Ihre Fähigkeiten, Neigungen und Berufswünsche. Der volkswirtschaftliche Schaden von „beruflichen Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen“ in Deutschland bewegt sich in mehrstelliger Millionenhöhe. Ein fehlendes oder unpassendes Berufsziel vor Augen steuern viele Jugendliche „irgendeine Ausbildung oder Studium“ an. Der Weg, sich selbst zu begegnen ist lang und mit dem Häuten einer Zwiebel vergleichbar. Man entfernt eine glasige Schicht nach der nächsten. Am Ende ist man/frau sich hoffentlich seiner Stärken stolz bewusst.

Aber wie macht man den Jugendlichen Lust, auf die Suche zu gehen? Wie motiviert man jemanden langfristig, sich mit dem Thema Beruf, Studium und Unternehmen auseinander zu setzen? BERUFSWEG.de möchte Impulse vermitteln und wiederum alle Beteiligte neugierig stimmen auf die wichtigen Fragen unseres Lebens. Der Weg zu einer „richtigen“ Berufsentscheidung aufgrund der eigenen Kompetenzen und Neigungen ist vielschichtig. Sehr viele Einflüsse haben Auswirkungen auf das junge Leben des Schülers: Umfeld, Erlebnisse, Elternhaus, Erfolge, Niederlagen und natürlich die Meinungen von Freunden und Bekannten.

Das Interesse für einen Beruf ist in der Jugend begrenzt. Deshalb sollten die Schüler behutsam und in Intervallen an die Themen Selbstbewertung und Beruf herangeführt werden. Ab Klasse 7 oder 8 beginnt die Sensibilisierung. Alle Ergebnisse, Erkenntnisse und Pläne werden für die „kurze Ewigkeit der Jugend“ im www.berufsweg.de festgehalten. Nichts geht verloren und alle Ergebnisse können jederzeit erneuert, ergänzt oder gestrichen werden. Das System Berufsweg.de ist einfach und verständlich zu handhaben. Die Daten bleiben bis zum Ende der Schulzeit und darüber hinaus erhalten. Der Schüler erforscht sich selbst und mit Hilfe der anderen. Am Ende erhält er direkte Kontakte zu „der Welt da draußen“.

Die Berufsweg-App wurde auch an der IGS Helpsen vorgestellt. Ganz rechts: Fachlehrer Jürgen Beimstroh, daneben UP-Consulting Trainer Dietmar Rumpf. Links: Jörg Nitsche von der Sparkasse Schaumburg, dazwischen einige Schüler.

Ist die App erst einmal installiert wird sie langsam wachsen. Somit können alle Schüler einer Schule ihre Interessen digital festhalten. Die Schule bzw. die Schüler selbst bauen sich ihr eigenes Kontaktportal mit den regionalen Betrieben auf, welche sich kostenlos registrieren dürfen. Die Erkenntnis über eine Kompetenz endet nicht mit der Fixierung der Fähigkeit, sondern mit dem „passenden Kontakt“ zu dem „passenden Betrieb“ auf eine sehr niedrigschwellige Art und Weise.

So ist Berufsweg auch nicht auf einen kurzen Zeitraum angelegt, sondern ein wachsender Prozess der Selbstanalyse, Fremdbewertung und der Kontaktaufnahme. Je mehr ich mache, desto treffsicherer werden meine Empfehlungen, Kontakte und meine Wünsche. Familiär wirkende und etwas andere Berufsweg-Messen an den Schulen – alle Schüler und Unternehmen verfügen dort über die App – mit digital organisierten Speed-Datings ergänzen das Berufsweg-Projekt. (pr)

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