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„Bienenschar“ in der Johanniskirchengemeinde: Hautflügler-Ausstellung des NABU noch bis Mitte September zu sehen

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(Rinteln) Am Sonntag, dem 1. September, feierte die ev.-luth. Johanniskirchengemeinde in Rinteln ihr Gemeindefest unter dem Motto „In Johannis summts und brummts“: da passt es gut, dass eine Ausstellung zum Thema gezeigt wird. Zu den Hautflüglern gehören auch die etwa 560 Wildbienenarten in Deutschland, von denen ca. 360 Arten in Niedersachsen leben, die der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt sind. Die Ausstellung gibt erste Einblicke in ihr andersartiges Leben, denn Wildbienen sind mit Honigbienen nicht zu vergleichen. Die meisten Arten leben solitär – das heißt, jedes weibliche Individuum ist eine einzeln lebende Königin, welche ganz allein eine Niströhre zur Eiablage baut. Es sind also keine staatenbildenden Insekten, wie etwa Hummeln oder Wespen. Und noch eine Besonderheit zeichnet sie aus, denn etwa 60% der Wildbienen legen ihre Niströhren in der Erde an.

Der NABU Rinteln erstellte unter der Projektmitarbeit von Pastor i.R. Klaus-Henning Dageförde diese Ausstellung, welche nicht nur viele Informationen wie Tipps im Umgang mit den Wildbienen enthält, sondern auch viel über die vielfältigen Arten und deren Lebensweisen vermittelt. Aber auch ein präpariertes Nest der Mittleren Wespe ist ausgestellt. Weil die in einem Quiz gestellten Fragen nicht so leicht beantwortet werden konnten, suchten viele BesucherInnen die Tafeln ab, um die korrekten Antworten zu finden. Interesse gab es vor allem an Informationen zum korrekten Bau von sogenannten „Insektenhotels“.

Von linka: Peggy Diana Meier, Dr. Dirk Gniesmer und Dieter Schwellnus betrachten das präparierte Nest der Mittleren Wespe vor den Stelltafeln der Hautflügler-Ausstellung. (Foto: pr)

Das Johannisfest fällt in diesem Jahr auf den „Ökumenischen Schöpfungstag“. Bei der „Dritten Ökumenischen Versammlung“ 2007 im rumänischen Sibiu / Hermannsstadt wurde empfohlen, in einen bestimmten Zeitraum – 1. September bis 4. Oktober beginnend – mit dem orthodoxen Schöpfungstag über das Erntedankfest bis hin zum Gedenktag des heiligen Franz von Assisi als Schöpfungstag bzw. als Schöpfungszeit festzulegen und bewusst zu begehen.

Die NABU-Ausstellung „Hautflügler“ wird außerdem durch einige Hinweise zur Auslegung der Schöpfungsgeschichte am Anfang der Bibel sowie einige weitere Texte zum Thema Schöpfung aus neuerer Zeit, unter anderem von Albert Schweitzer, ergänzt. Sie ist noch bis Mitte September während der Büroöffnungszeiten und im Umfeld von Gottesdiensten und anderen Gemeindeveranstaltungen im Johannis-Kirchzentrum zu sehen. (pr)

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