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Erweiterung der Streuobstwiese Hohenrode: Zehn neue Obstbäume alter Sorten gepflanzt

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(Hohenrode) Bei kühlen Temperaturen im Spätherbst pflanzt es sich gut. Dieses Motto galt, als sich NABU-Aktive auf der Streuobstwiese Hohenrode in einer kleinen Arbeitsgruppe trafen, um das Biotop mit weiteren Obstbäumen zu bepflanzen. Der NABU Rinteln kümmert sich in Kooperation mit dem Lions Club Rinteln seit 1993 um das Streuobstkleinod in Hohenrode. Dabei ist die Obstwiese nicht nur der Lieferant für den leckeren Bio-Apfelsaft, sondern eine wertvolle Kulturlandschaft, die zahlreichen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bietet: „Mit der Pflanzung alter und regionaler Apfelsorten wie Kaiser Wilhelm oder Extertaler leisten wir einen Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiese“, wie Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des NABU Rinteln erläutert.

Das Pflanzen auf der sonnenexponierten Hangfläche stelle einen wichtigen Lückenschluss der mittlerweile mehr als 1,5 Hektar großen Fläche dar. Auch aufgrund natürlicher Abgänge müsse, so Büscher weiter, nachgepflanzt werden, um Obstbäume unterschiedlicher Altersstufen zu erhalten. „Neben alten Apfelsorten wurden auch historische Kirschsorten wie ‚Schneiders Späte Knorpelkirsche‘ und regional bewährte Birnensorten wie die ‚Köstliche von Charneux‘ gepflanzt“, wie das NABU-Vorstandsmitglied Dieter Aßbrock ergänzt, der sich um die Biotoppflege beim NABU kümmert. Mit vereinten Kräften wurden in kurzer Zeit 10 Bäume gepflanzt und fachgerecht mit Wind- und Fraßschutz ausgestattet. Dabei ist dies ein Teil des Gesamtprojektes „Artenreiches Weideland auf der Streuobstwiese Hohenrode erhalten und erleben“, das ein Projektvolumen von 14.000 Euro hat und von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert wird.

„Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Ertüchtigung unserer Beweidungsanlagen“, wie Britta Raabe betont. Raabe kümmert sich auf der Obstwiese um das Beweidungsprojekt mit Skudden, einer ebenfalls alten und bedrohten Haustierrasse. So sollen in einem nächsten Schritt ein stabiles Weidetor sowie ein langlebiger Pferch gebaut werden, um auch langfristig die extensive Beweidung der Flächen zu ermöglichen. Denn, so Raabe weiter, die Beweidung ist wichtig, um blütenreiche Flächen für Insekten und den Artenreichtum auf der Streuobstwiese Hohenrode zu bewahren. (pr/Fotos: NABU/Nick Büscher)

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