Das Online News-Magazin für Rinteln und die Umgebung.

Hohenrode: Ab sofort Baumbestattungen möglich

Premium Banner 1a
Premium Banner 1a

(Hohenrode) Auch im Rintelner Ortsteil Hohenrode sind ab sofort Baumbestattungen möglich.

Nachdem diese Form der Beisetzung bereits in Todenmann und Exten eingeführt worden war, zeigten Ortsbürgermeister Achim Heger, Tiefbauamtsleiter Uwe Quindt und Bauhof-Chef Klaus-Ulrich Hartmann den neu eingerichteten Platz am Friedhof in Hohenrode. Bei dieser Bestattungsmethode wird die Urne samt Asche der verstorbenen Person in der Nähe eigens dafür gepflanzter Bäume und Stauden beigesetzt. Laut Heger und Hartmann sei dies eine immer öfter nachgefragte Art der Bestattung, da sie für die Hinterbliebenen keinen großen Pflegeaufwand bedeute. Oftmals würden Kinder und Familienangehörige in weiter entfernte Städte ziehen, dadurch bliebe kaum jemand vor Ort, der sich um die Pflege herkömmlicher Gräber kümmern könne.

Von links: Uwe Quindt, Klaus-Ulrich Hartmann, Achim Heger.

Die so vorbereitete Urne (sie wird gemäß einer Verordnung der Friedhofssatzung aus 2018 übrigens aus Maisstärke hergestellt) findet ihren Platz unter diversen bodendeckenden Stauden und Gewächsen wie Storchenschnabel, Frauenmantel, Sonnenhut und andere Pflanzen. Der Bewuchs schließt seinen grünen Teppich mit der Zeit. Wenn gewünscht, kann eine Plakette mit Namen des verstorbenen Menschen auf einer Säule angebracht werden. Für die Baumbestattungen ist nahezu der komplette, eingerichtete Bereich nutzbar: Es gibt Platz für 120 Urnen. In das Thema kommt Bewegung, wie dem Pressegespräch zu entnehmen war. So wurden in Todenmann bereits drei Baumbestattungen durchgeführt, in Exten sind es sieben. Tendenz steigend.

Der neu eingerichtete Platz wird umrahmt von Bäumen wie Kastanie, Eberesche, einem japanischen Schnurbaum (Sophora) und einer Hainbuche.

Related posts