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Jahreshauptversammlung der VTR: Stabile Mitgliederzahlen, große Kursnachfrage, Beitragsanpassung

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Die veränderte Vorstandsstruktur der Vereinigten Turnerschaft Rinteln (VTR) kamen auf der jüngsten Jahreshauptversammlung erstmals zum Tragen. Wie bereits berichtet, sind die Aufgaben der Vereinsführung gemäß der neuen Satzung auf fünf Resorts verteilt worden. Jede Abteilung verantwortet künftig unterschiedliche Aufgabenbereiche. Mit Eintrag ins Register des Amtsgerichts Stadthagen vom 20. März diesen Jahres ist die Neufassung der Vereinssatzung nun aktiv und gültig. Somit verabschiedete Rintelns größter Sportverein auch einige, teils jahrelange Vorstandsmitglieder aus dem aktiven Dienst: Die erste Schatzmeisterin, Beate Andritzke-Leibig, Jugendwart Rolf Becker, Schriftführerin Manuela Bergmann und Jugendwartin Alexandra Zerbst sind mit besagtem Datum aus dem Vorstand ausgeschieden, bleiben dem Verein aber noch weiter erhalten.

Für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Beate Andritzke-Leibig, Jugendwartin Alexandra Zerbst, Schriftführerin Manuela Bergmann und Jugendwart Rolf Becker gab es ein „Flachgeschenk“ als Dankeschön vom Verein.

Karin Lincke-de Koekkoek berichtete als Verantwortliche aus der Arbeit des Resorts „Sportbetrieb“. Es sind schwierige Zeiten, wohin man blickt. Schwierig sei es, neue und ehrenamtliche Übungsleiter zu finden. Immer mehr Leute sehen die Tätigkeit als Beruf, dadurch entstehen dem Verein Kosten, die umgelegt werden müssen. Schwierig sei auch die Arbeit mit einigen Schulen, über so manchen Hausmeister könne man „sein Leid klagen“, hieß es. Auch würden Turngeräte, beispielsweise ein Bock an einer Grundschule, einfach so ausgemustert und nicht für nötig erachtet. Doch Lincke-de Koekkoek hatte auch Gutes zu berichten. So habe man einen engagierten Basketball-Übungsleiter gewinnen können, die seit 1969 existierende Tanzsparte erfährt mit Disco Fox und Salsa Kursen zur Auffrischung eine Belebung und mit Gina, Finn und Ricarda seinen neue Trainer für die Sparten Kinderturnen, Parkour und Zumba mit an Bord. Ab dem Sommer wird ein neuer „FSJler“ gesucht und für den Volksbanklauf, der in diesem Jahr am 30. Juni stattfindet, werden noch rund 100 helfende Hände benötigt.

25 Jahre bei der VTR: (v.l.) Irmtraut Lemke, Gisela Rieke und Margret Puch.

Neue Veranstaltungen angekündigt

Ulrike Böer blickte stellvertretend für Maike Wagenaar hinter die Kulissen des Weser-Fit-Rinteln. Aktuell trainieren 187 Mitglieder im Gerätebereich, der Trend zeigt nach oben. Die Kursangebote werden so gut angenommen, dass man inzwischen aufgrund der begrenzten Plätze schon Anmeldelisten führe und künftig soll es mehr Rehasport- und Funktionstraining in den Angeboten geben – aus Rücksicht auf die Berufstätigen. Bereits für den 18. Mai ist ein Sportabzeichentag geplant, zu dem alle Mitglieder herzlich eingeladen sind. Lars Riedel, Weltmeister und Olympiasieger im Diskuswerfen ist ebenfalls mit von der Partie. Die Teilnahme ist kostenlos und für Essen und Getränke wird gesorgt. Vom 17. bis 24. Mai findet die Basenfastenwoche mit Begleitung durch Heilpraktikerin Julia Thieme statt (siehe HIER) und am 22. Juni dürfen sich die Herren der Schöpfung bei „Kerlgesund“, dem Sporttag für Männer, angesprochen fühlen. Zusammen mit dem Kreissportbund (KSB) und dem Kooperationspartner BKK24 werden interessante Vorträge, Sportarten zum Ausprobieren und leckeres Essen präsentiert.

40 Jahre VTR-Mitglied: (v.l.) Sebastian Blaumann, Peter Blaumann, Gerd Wilkening.

Ermäßigte Beiträge und Familienbeitrag steigen zum 1.7.

Stellvertretend für die Arbeitsgruppe Finanzen stellte Cornelia Strübe die Ergebnisse der Beratungen vor. Fazit: In einigen Abteilungen sind die Ausgaben geradezu explodiert, doch sinnvolle und positive Freizeitgestaltung kostet Geld. Der Bedarf an Helfern, hauptsächlich im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ist gestiegen. Die Förderung von Wettkämpfern ist teuer; mehr Training bedeutet auch mehr Trainerstunden und mehr Gerätebedarf. Kosten für Startgelder und Startpässe bei Wettkämpfen haben sich verändert und nicht zuletzt die KSB-Beiträge sind gestiegen. Mit der Vergütung von neun Euro pro Stunde sei man am unteren Übungsleiter-Limit, wodurch es schwierig sei, neue und lizensierte Übungsleiter zu motivieren. Zumal Sozialabgaben und Lohnkosten ebenfalls ins Kontor schlagen. Somit schlug die Fachgruppe eine Anhebung des ermäßigten Monatsbeitrags (gültig für Kinder und Jugendliche und Studenten) von derzeit 5,50 Euro auf 7 Euro vor. Dem stimmten 46 von 47 stimmberechtigten, anwesenden VTR-Mitgliedern zu, ein Mitglied enthielt sich der Stimme. Weiterhin soll der Familienbeitrag von bisher 20 Euro pro Monat auf 22,00 Euro (Familienbeitrag 1; ein Erwachsener und zwei oder mehr eigene Kinder), bzw. 25,50 Euro (Familienbeitrag 2; zwei Erwachsene und ein oder mehr eigene Kinder) steigen. Die Anpassung wurde aufgrund der Erhöhung des Kinderbeitrags nötig und wurde einstimmig verabschiedet. Beide Beitragserhöhungen treten zum 1. Juli diesen Jahres in Kraft.

Von links: Jürgen Kley (60 Jahre Mitglied), Waltrud Duerkop (50 Jahre Mitglied) und Herrmann Stoevesandt (60 Jahre Mitglied).

Die Finanzen mussten in diesem Jahr durch die Trennung von Turn- und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb vom Resortverantwortlichen Karl-Heinz Frühmark erstmalig getrennt betrachtet werden. Unterschiedliche Vorschriften bei Abschreibungen, Vorsteuer und Abrechnungen sorgen für einen Zuwachs an Bürokratie und machten die Zusammenarbeit mit einem externen Steuerberater nötig. Während sich im sogenannten ideellen Bereich, bedingt durch das Aufkommen an Beiträgen, Zuschüssen und Spenden 229.568 Euro Einnahmen und 71.871 Euro Ausgaben (Gewinn = 157.697 Euro) gegenüberstehen, generierte der Zweckbetrieb Sport Einnahmen in Höhe von 30.722 Euro bei Ausgaben in Höhe von 240.501 Euro (Größter Kostenpunkt waren hier die Gehälter und Honorare für Übungsleiter), was einem Verlust von 209.779 Euro entspricht. Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb (Fitnessgeräte im Weser-Fit) konnte wiederum einen Gewinn von 14.398 Euro verbuchen (177.988 Euro Einnahmen, 163.590 Euro Ausgaben). Macht unterm Strich ein Jahresergebnis für 2018 von 45.466 Euro minus. Ohne die Abschreibungen in Höhe von 55.156 Euro kommt man auf ein Plus von 9.690 Euro.

Karl-Heinz Frühmark stellte die Jahresrechnung für 2018 vor und ließ über den Haushaltsplan 2019 abstimmen.

Fürs Jahr 2019 rechnet der Verein mit Einnahmen in Höhe von 501.500 Euro, wobei Aufnahmegebühren und Beiträge den Großteil von rund 349.000 Euro ausmachen. Dem stehen geplante Ausgaben in Höhe von 517.500 Euro gegenüber. Den größten Anteil daran hat das Weser-Fit mit 306.000 Euro, hier schlagen wiederum die Personalkosten mit rund 110.000 Euro als größter Posten zu Buche. Auch die Haushaltsplanung fürs laufende Jahr konnte einstimmig verabschiedet werden.

In doppelter Funktion anwesend: Sebastian Schmidt sprach Grußworte fürs THW und für die Sparkasse Schaumburg.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft

Im Rahmen der Jahreshauptversammlungen wurden zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt, die meisten davon jedoch in Abwesenheit. 25 Jahre in der VTR-Familie dabei sind Franziska Brakemeier, Ursula Heinze, Robin Hielscher, Gerda Jahnke, Olga Koczewski, Annelie Laege, Irmtraut Lemke, Gisela Mohr, Karl-Heinz Mohr, Margret Puch, Gisela Rieke, Jessica Rittinghaus, Irmgard Schermer, Sahra Eve Schermer und Joachim Schorling. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Peter und Sebastian Blaumann, Stefan Brendel, Karl-Heinz Brinkmann, Ulrike Droste, Heike Kretzschmar, Heike Ostermeier, Gisela Ottawa, Siglinde Requardt, Wolf-Dieter Rhein, Sabine Sasse, Daniela Schmitz, Dagmar und Dietrich Stoevesandt, Krista und Werner Wallbaum, Walter Westermann und Gerd Wilkening ausgezeichnet. Ein halbes Jahrhundert – also 50 Jahre – VTR-Mitglied sind Waltrud Duerkop und Andreas Harting. Bereits 60 Jahre dabei sind Jürgen Kley und Herrmann Stoevesandt und stolze 70 Jahre Vereinsmitglied ist Hannes Fischer.

Christel Struckmann vom Kooperationspartner TSV Krankenhagen lobte die gute Zusammenarbeit mit der VTR.

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