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Kunst, die keiner will

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(Rinteln) Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz „BImA“, ist Eigentümerin der ehemaligen Prince Rupert School in der Rintelner Nordstadt und auch zahlreicher „Kunst am Bau“-Objekte. Eines davon steht im Eingangsbereich der ehemaligen britischen Schule und stellt ein Betonrelief mit Einlagen aus Glasmosaik des Künstlers Georg Schmidt-Westerstede dar. Die BImA hat jetzt bei der Stadt Rinteln nachgefragt, ob Interesse an dem rund 10,5 Meter langen und 4,5 Meter hohen Kunstwerk besteht. Da die Prince Rupert School zum Verkauf steht und unklar ist, ob ein neuer Eigentümer Interesse am Kunstwerk haben wird, bestünde die Möglichkeit, das Objekt als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die BImA hat auf Nachfrage der Verwaltung zugesagt, die Kosten für eine Umsetzung des Kunstwerks, Ab- und Aufbau, sowie eine Vorbereitung eines neuen Standorts inklusive Fundament, zu übernehmen. Für die jährlichen Kosten der Unterhaltung müsste die Stadt Rinteln aufkommen.

Man muss schon genau hinsehen, wenn man das Kunstwerk hinter den Büschen und Sträuchern erkennen will.

Im Ortsrat hat man sich jetzt einstimmig darauf geeinigt, auf das Angebot zu verzichten und dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu folgen. Dr. Gert Armin Neuhäuser (WGS) sprach sich dafür aus, das Kunstwerk dem neuen Eigentümer mitzugeben oder im Eigentum der BImA zu belassen. Frei nach dem Motto „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ sah er eigenen Angaben zufolge darin weder einen Sinn, noch konnte etwas damit anfangen. Auch Helma Hartmann-Grolm (SPD) schlug vor, das Kunstobjekt dort zu belassen, wo es ist. Stephan Jacob (Grüne) machte den Vorschlag, mit der Heimatstadt des Erbauers, Oldenburg, Kontakt aufzunehmen und dieser das „Kunst am Bau“-Objekt anzubieten.

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