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Kupferbeil neu im Museum: Einer der ältesten Metallfunde in Niedersachsen stammt aus Krankenhagen

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(Krankenhagen / Rinteln) Gleich bei seiner ersten Begehung entdeckte der frisch lizensierte Sondengänger Kai Kentsch im August 2021 einen außerordentlichen Fund.

Auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche, in der Flur „Auf dem Berge“ kam an einem Westhang ein Kupferbeil zu Tage, dessen Bedeutung der Finder jedoch erst erkannte, als er es zu Hause unter Wasser reinigte. Er verständigte sofort die zuständige Kommunalarchäologie und die Fundübergabe erfolgte kurze Zeit später. Das Beil wurde nach der Erstdokumentation dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege zur weiteren Analyse und Restaurierung übergeben.

Das Gutachten des Restaurators Michael Meier bestätigt, dass das Beil aufgrund der zuvor erfolgten Reinigung massiv an Substanz verloren hat und dass die ursprüngliche Oberfläche nur noch in wenigen Resten vorhanden ist. Da eine Restaurierung der Oberfläche nicht mehr möglich eine Festigung des Gesamtfundes aber nötig war, erfolgten mehrere Tauchbäder. Das Kupferbeil ist 9,6 Zentimeter lang und 3,5 Zentimeter breit und wiegt 220 Gramm.

Dr. Daniel Lau (Kommunalarchäologie der Schaumburger Landschaft) mit dem Kupferbeil und seinem Finder Kai Kentsch, der in Krankenhagen einen Treffer landete. (Foto: pr)

Historische Einordnung: Das Kupferbeil zählt zusammen mit dem 2010 entdeckten Kupferbeil von Steinbergen (Original im Landesmuseum Hannover, Replik im Museum Eulenburg) zu den ältesten Metallfunden in Niedersachsen. Das Beil gehört zu der sogenannten Michelsberger Kultur und datiert auf eine Zeit um 3500-4000 v. Chr. Die Rintelner Region liegt an einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt aus Nord-Süd-Verbindung über die Weser und Ost-West-Achse über die alte Handelsroute des Hellwegs, deren Wurzeln und Bedeutung nachweislich der Funde bis in die Steinzeit zurückreicht.

Kati Benseler, Zeichnerin der Kommunalarchäologie, hat den Fund im Detail zu Papier gebracht. (Foto: pr)

Im Sommer 2022 gelangte das Kupferbeil zurück an die Kommunalarchäologie der Schaumburger Landschaft und wurde jetzt dem Museum Eulenburg in Rinteln übergeben. (pr/Fotos: pr)

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