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Neelhofsiedlung: Neue Bedarfsampel an der Berliner Straße in Betrieb genommen

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(Engern/Ahe) Seit Jahrzehnten haben die Anwohner in Engern und vor allem der Neelhofsiedlung um eine Möglichkeit gekämpft, an der vielbefahrenen Berliner Straße in Engern die Straße sicher zu überqueren. Vor allem Schulkinder, die täglich die Bushaltestelle auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite erreichen müssen, sahen sich ständig der Gefahr durch den Verkehr ausgesetzt. Dort gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 Stundenkilometern, die leider oft überschritten wird.

Heute, kurz nach 14 Uhr, war es soweit: Die erste Gruppe von Anwohnern überquerte die Landesstraße mit Hilfe der neuen Bedarfsampel.

Das wird jetzt anders: Ab sofort ist der Meilenstein „Bedarfsampel“ zur sicheren Fahrbahnquerung auf Höhe der Neelhofsiedlung in Funktion. Die stellvertretende Tiefbauamtsleiterin Cordula Lüdtke-Dommel nahm die neue Ampelanlage am Mittwoch kurz nach 14 Uhr offiziell in Betrieb. Ortsbürgermeister Dieter Horn und seine Stellvertreterin Isabelle Peschek-Röhrs gingen zusammen mit Anliegern von Jung bis Alt zum ersten Mal an der Stelle über die Straße – während der übrige Verkehr wartete. Die Fahrbahnmarkierungen an dieser Stelle sahen nicht nur „druckfrisch“ aus, sie sind es auch. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs brachten sie erst wenige Stunden zuvor auf.

„Seit 1981 bin ich nun schon im Ortsrat und mindestens so lange ist die Ampel schon ein Thema“, resümiert Dieter Horn, der sich ausdrücklich bei der Stadt Rinteln für die Unterstützung in dieser Angelegenheit bedankt. Dass es letztlich geklappt hat, ist auch der Großbaustelle am Steinberger Kreuz zu verdanken. Aufgrund des Umleitungsverkehrs durch Engern und Westendorf sei damals an dieser Stelle auf Forderung des Ortsrates eine Baustellenampel installiert worden, erinnert sich Horn. Da sie sich während dieser Zeit bewährt habe, wurde vor der Demontage erneut das Gespräch mit Bürgermeister Thomas Priemer gesucht. Dieser sagte seine Unterstützung zu und machte sich bei der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln stark. Dort hat man die Genehmigung schlussendlich erteilt, doch die finanzielle Seite wurde von der Stadt Rinteln getragen. Im gleichen Zug wurden die Bushaltestellen auf Vordermann gebracht, mit taktilen Elementen für Menschen mit Seheinschränkungen und höhergelegten Wartebereichen samt Kappsteinen fürs problemlose Einsteigen in Niederflurbusse ausgestattet. Inklusive Buswartehäuschen (hier übernahm der Landkreis 15 Prozent der Kosten und die Landesnahverkehrsgesellschaft 75 Prozent) belaufen sich die Gesamtkosten für die Stadt Rinteln auf 40.000 Euro.

Im Hintergrund zu sehen: Die Buswartehäuschen mit neuen, taktilen Elementen.

Einen weiteren Verbesserungsvorschlag hat das Engersche Führungsteam ebenfalls, damit es noch sicherer für Anwohner – jung wie alt – wird: Tempo 50, entlang der Neelhofsiedlung bis zum Bahnübergang.

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