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Mit Traktoren, Brennholz und Blockaden: Landwirte bewegen ALDI an den Verhandlungstisch

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(Rinteln) In der Nacht von Montag auf Dienstag haben Landwirte die Zufahrt zum Aldi-Zentrallager im Rintelner Industriegebiet Süd blockiert. Mit der Aktion sollte wiederholt auf niedrige Abnahmepreise und Preisdumping im Lebensmittelhandel aufmerksam gemacht werden, durch die Landwirte und Erzeuger von Nahrungsmittel in immer heiklere Situationen gebracht würden, berichtet Anthony Robert-Lee, Sprecher der Vereinigung „Land schafft Verbindung“.

Auf rund 30 Traktoren und in Spitzenzeiten bis zu 70 Leute schätzt Lee, der selbst als Landwirt und CDU-Ratsmitglied tätig ist, die Beteiligung. Zur Stärkung gab es heiße Suppe vor Ort, zum Aufwärmen wurde eine Feuerschale nebst reichhaltigem Brennholzvorrat angeliefert. Bereits in den Wochen zuvor wurden Zentrallager von Aldi, Edeka und Lidl in ganz Niedersachsen zu Demonstrationszwecken durch Landwirte blockiert. Zeitgleich mit Rinteln fanden niedersachsenweit sieben weitere Blockadeaktionen protestierender Landwirte statt, berichtet der NDR.

Die Aktion zeigte offenbar Wirkung: Nachdem eine schriftliche Bestätigung vorlag, dass es am Freitag eine Gesprächsrunde mit Vertretern von Rewe, Aldi, Edeka und Lidl, sowie Vertretern der Landwirte geben werde sei man gegen 3:00 Uhr morgens wieder abgerückt, so Lee und ergänzte, man hoffe seitens der Landwirte jetzt auf eine „fundamentale, langfristige Änderungen“ und „Diskussionen auf Augenhöhe“. Schließlich gehe es darum, über vernünftige Abnahmepreise zu verhandeln, die den Landwirten als Nahrungsmittelerzeugern ein Überleben ermöglichen würden. (Fotos: pr)

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