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Runder Tisch beim Netzwerk "Leben mit Demenz"

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Am 26.11.2014 fand ein runder Tisch mit der Demografiebeauftragten Linda Ruppel, Bürgermeister Thomas Priemer und Dr. Martha Behnken-Schäffer (Hausärztin), Dr. Walter Dix (Hausarzt), Dr. Gerd Homma (Facharzt) sowie Dr. Andreas Nieschke (Hausarzt) statt. Kernpunkte waren unter anderem eine zentrale Anlaufstelle für Angehörige und das Zusammenführen von Informationen.

Vorhandene Angebote und Beratungsstellen zum Thema Demenz sind zum Teil unbekannt. Ein Netzwerk aufzubauen, das die Informationen sammelt und zugänglich macht, wird als Aufgabe der Kommune angesehen. Hier ist den Teilnehmern wichtig, Zugriff auf übersichtliche und zentrale Informationen für Angehörige und Erkrankte zu bekommen. Das heißt, einen Ansprechpartner und eine Anlaufstelle zu Themen wie Pflegestufen, Pflegeleistung und niederschwelligen Leistungen den Betroffenen nennen zu können. Dafür braucht es eine zentrale Anlaufstelle, die durch den Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises (Frau Storzer) bereits vorhanden ist. Diese Hilfe ist nicht allen bekannt, sodass das Netzwerk Demenz als zentrale Informationsquelle eine wichtige Aufgabe übernimmt.

Mobilität steigern zur Entlastung der Ärzte

In der Stadt Rinteln werden verstärkt niederschwellige Angebote für demente und nicht-demente allein lebende, ältere Menschen gebraucht. Dazu gehört u.a. ein Mobilitätsangebot, um den Arztbesuch sicherzustellen. Die steigende Zahl der Hausbesuche, durch Immobile ältere Patienten, ist eine zusätzliche Belastung für die Ärzte. Es wurde über Lösungen zum Umgang mit der zunehmenden Zahl an mobil eingeschränkten Menschen gesprochen. Unter anderem über ehrenamtliche Fahrdienste, wie den Bürgerbus.

Angebote für ein Leben mit Demenz aus Sicht der Ärzte

Am Runden Tisch wurden verschiedene Angebote benannt, die zum Erhalt der Lebensqualität von Angehörigen und Erkrankten beitragen können. Das sind Informationen, Beratung und Begleitung bei Themen wie Finanzierung der Pflege, Aufenthalt von Erkrankten (zu Hause oder im Heim), niederschwellige, ambulante und stationäre Pflegeleistungen, technische Unterstützungsmöglichkeiten, soziale Angebote für geistige und körperliche Fitness und Entlastungsangebote für Angehörige. Über vorhandene Angebote wird das Netzwerk Demenz zukünftig mit einer Broschüre informieren. Die Entstehung zusätzlicher Angebote wird vom Netzwerk als Impuls- und Geldgeber gefördert.

Aus dem Austausch geht hervor, dass alle Teilnehmer (Ärzte und Stadtverwaltung) die Unterstützung eines Lebens mit Demenz als wichtige soziale Aufgabe für die Stadt Rinteln sehen. Das Netzwerk soll ein dauerhaftes Element in der Stadt bleiben, das durch den Austausch mit allen beteiligten Akteuren und Organisationen Information zusammenträgt. Außerdem muss die vorhandene zentrale Anlaufstelle bekannter werden und idealerweise ausgebaut werden. Hier wird das Krankenhaus als möglicher Raum vorgeschlagen, in dem Beratung, Diagnose und soziale Angebote unter einem Dach vereint sein könnten.

Der zukünftige Austausch

Die Teilnehmer möchten sich weiterhin zum Thema austauschen und die zusammengetragenen Informationen des Netzwerks Demenz für ihre Patienten nutzen. Außerdem finden die Haus- und Fachärzte den Austausch mit allen Kooperationspartnern im Netzwerk wichtig. Darum findet der nächste Runde Tisch gemeinsam statt. Der Termin ist am Mittwoch, dem 11. März 2015 um 14:00 Uhr.

Nähere Infos bei:

Demografiebeauftragte der Stadt Rinteln
Linda Ruppel
Klosterstraße 20
31737 Rinteln

E-Mai: lk.ruppel@rinteln.de
Telefon: 05751 / 403 118

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