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Tropenholz statt heimischer Bohlen? Fußgängerbrücke sorgt für Nachfrage aus der Politik

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(Rinteln) Die neue Fußgängerbrücke hinter dem Rathausgebäude ist noch gar nicht in Betrieb und sorgt schon für erste Nachfragen aus Reihen der Politik.

Im Bauausschuss wollte Uta Fahrenkamp (Grüne) von der Stadtverwaltung wissen, ob man bei Bauvorhaben auch in Zukunft Tropenholz verwenden werde oder ob angedacht sei, auf andere Holzsorten zurückzugreifen, die fast genau so beständig seien. Besagte Brücke über die Mühlenexter (zwischen Josua-Stegmann-Wall und Rathausparkplatz) besteht nämlich aus einer Stahlkonstruktion, deren begehbare Fläche mit Bohlen aus Bongossi-Holz belegt wurde.

Man verwende nur zertifiziertes Tropenholz, klärte Baudezernent Stefan Eggert-Edeler auf. Es sei sehr langlebig und man habe damit beste Erfahrungen sammeln können. „Nadelhölzer gehen gar nicht“, so der Baudezernent. Heimische Holzsorten, ja selbst Eiche, seien nicht so haltbar und müssten entsprechend häufiger ausgetauscht werden. Daher habe man sich für Bongossi-Holz entschieden, da es am dauerhaftesten sei.

Bei einer Besichtigung vor Ort wird noch etwas ersichtlich: Die Brückenbauer haben sich auch Gedanken um die Rutschsicherheit bei Nässe gemacht. In den Bohlen sind nämlich Rillen eingearbeitet, die wiederum mit einer Anti-Rutsch-Füllung versehen sind. Damit es auch bei längerer Nässeperiode nicht unsicher wird, die Brücke zu betreten.

Anti-Rutsch-Fugen sollen mit ihrer griffigen Füllung für mehr Trittsicherheit bei Nässe sorgen.

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