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Von Arztassistent bis Tourismusmanagement: Neue Hochschulangebote am Standort Rinteln rücken näher

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Die Stadt Rinteln möchte den Hochschulstandort Rinteln weiterentwickeln. Zur Ermittlung des aktuellen und zukünftigen Bedarfes an Angeboten in der Region rund um Rinteln wurde das Projektbüro CHE Consult GmbH mit EU-Fördermitteln beauftragt. Damit soll frühzeitig auf künftige demografische Herausforderungen reagiert werden und der vonseiten der Unternehmen vorgetragenen Sorge, um einen sich verschärfenden Fachkräftemangel in der Region entgegengetreten werden. Die Region definiert sich über die folgenden Ko-finanzierenden Kommunen: Städte Hameln und Hess. Oldendorf, Gemeinde Auetal, Landkreis Schaumburg und die Lokale Aktionsgruppe Nord-Lippe e.V. mit Dörentrup, Extertal, Kalletal und Barntrup.

Das Projekt setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen. In der Basisanalyse wurden auf der Grundlagen des regionalen Angebots und der regionalen Nachfrage mögliche Studiengänge abgeleitet. Anschließend folgt aktuell die Umsetzungsbegleitung zu den gewählten Studiengängen.

Das Projekt ist im September 2018 mit einer Auftaktveranstaltung gestartet, an der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der beteiligten Kommunen teilgenommen haben. Gemeinsam wurden Erwartungen an das Projekt geklärt. Mit dieser Ausgangslage hat die CHE Consult GmbH Daten zur regionalen Hochschullandschaft, dem regionalen Nachfragepotenzial und dem regionalen Bildungsbedarf zusammengetragen und ausgewertet. Dazu gehören unter anderem Zahlen zu Personen mit Hochschulzugangsberechtigung, aktuelle und zukünftige Schülerinnen und Schülerzahlen, Hochschulen in der Region und deren Studienangebote, Präferenzen von Studierenden und wirtschaftliche Kennzahlen. Zusätzlich wurde vom 19.10. bis 16.11.2018 in der Region eine Unternehmensbefragung durchgeführt.

Das Foto zeigt die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung im September vergangenen Jahres. V. l. n. r. hinten: Jens Engelke (CHE), Anna Gehlke (CHE), Monika Rehmert (Bürgermeisterin Extertal); Friedrich Ehlert (Bürgermeister Dörentrup), Heinz Kraschewski (Bürgermeister Auetal), Ellen Pukall (Regionalmanagement Hess. Oldendorf) Foto v. l. n. r. vorne: Sascha Köberle (Wirtschaftsförderung Hameln) ; Harald Krüger (Bürgermeister Hess. Oldendorf), Jürgen Schell (Bürgermeister Barntrup), Thomas Priemer (Bürgermeister Rinteln), Borris Ortmeier (Regionalmanagement Kalletal). (Foto: privat)(Foto: pr)

Die Ergebnisse der Datenauswertung wurden im Februar 2019 mit ausgewählten sogenannten Stakeholdern diskutiert. Dieser Teilnehmerkreis setzt sich aus regionalen und örtlichen Branchenvertreterinnen und -vertretern zusammen. Aus der Auswertung und der Diskussion hat die CHE Consult GmbH vier für die Region passende Studienangebote abgeleitet und in einem Studiengangskonzept niedergeschrieben, das seit Anfang 2019 vorliegt. Die empfohlenen Studiengänge sind:

1. Physician Assistant / Physician Assistance
2. Tourismusmanagement
3. Elektro- und Informationstechnik
4. Perspektivische Option: International (Business) Management

Der 4. Studiengang ist als Option aufgeführt, da seine Umsetzung hohe personelle und finanzielle Ressourcen benötigt.

Zum Abschluss der Basisanalyse wurden im Februar 2019 den Stakeholdern, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie den Rintelner Ratsmitgliedern die drei Studiengänge vorgestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen eine Priorisierung der Studiengänge vor. Dabei steht Physician Assistant / Physician Assistance an erster Stelle, gefolgt vom Tourismusmanagement und der Elektro- und Informationstechnik.

Seit März 2019 befindet man sich gemeinsam mit der CHE Consult GmbH in der Umsetzungsphase. Verschiedene geeignete Hochschulen wurden bereits angesprochen, um mit Ihnen die Umsetzung weiterer Studiengänge am Standort Rinteln abzustimmen.

Sehr konkret wurde es bereits am 8. Mai 2019 mit einer Informationsveranstaltung zum Studiengang Physician Assistant (B.Sc.). Vertreterinnen und Vertreter der Kliniken und Einrichtungen des Gesundheitswesens der Region kamen zusammen, um ihre Bedarfe und Erwartungen an ein solches Angebot einzubringen. Vertreter der FHM Bielefeld stellten den dort bereits seit 2018 angebotenen jungen Studiengang vor. Es folgte ein reger Austausch. Aktuell werden auf dieser Grundlage die weiteren Schritte in enger Anbindung an die Eichtichtungen geplant, um möglichst zeitnah diesen Studiengang am Standort Rinteln anbieten zu können.

Anfang Juli ist mit Unterstützung von Matthias Gräbner vom Touristikzentrum Westliches Weserbergland ein Treffen mit Vertretern der Tourismusbranche geplant. Dabei sollen der Bedarf und die mögliche Gestaltung eines Studiengangs Tourismusmanagement diskutiert werden. (pr)

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