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WGS-Antrag: „Leben, Wohnen und Arbeiten in Rinteln und seinen Ortsteilen in der Zukunft“

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(Rinteln) Unter dem Motto „Leben, Wohnen und Arbeiten in Rinteln und seinen Ortsteilen in der Zukunft“ hat Heinrich Sasse (WGS) einen mehrstufigen Antrag für die kommende Ratssitzung am 24. Juni gestellt.

Schritt 1 des Antrags: Rinteln sei geprägt durch historische Bauwerke, die teils unter Denkmalschutz stünden und die teilweise in der Innenstadt, der Fußgängerzone und den Dörfern lägen, heißt es in der Begründung. Auf Rinteln kämen geänderte Anforderungen und Vorstellungen der Menschen in Bezug auf Lebens-, Arbeits- und Wohnqualität zu. Um diese Punkte zu bewältigen und zu lösen schlägt Sasse externe Unterstützung und Beratung anderer erfolgreicher deutscher Fachwerkstädte. Daher solle die Stadt umgehend der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V. als Mitglied beitreten. Dies war bereits zu früherer Zeit der Fall.

Schritt 2: Die Stadt Rinteln soll  unter Hinzuziehung externer fachkundiger Beratung für Rinteln und seine Ortsteile mit Blick auf die Problemlage in sozio-kulturellen, soziologischen, ökonomischen, ökologischen, baulichen und stadtplanerischen Bereichen für die Entwicklung der Wohnsituation und für das Gewerbe ein nachhaltiges Entwicklungs- und Zukunftskonzept erarbeiten.

In der Begründung führt Sasse aus, Rinteln befände sich in einem „unübersehbaren und unaufhaltsamen Wandel“, der teils durch verändertes Einkaufs- und Freizeitverhalten verursacht sei. Corona-bedingte Maßnahmen hätten diese Entwicklung beschleunigt.

Diese strukturellen Veränderungen, ersichtlich in Leerständen in der Innenstadt, würden sich nicht von alleine umkehren können, heißt es weiter. Es drohe „Verödung“ durch Rückzug des Einzelhandels, noch mehr Leerstand und eine abnehmende Bereitschaft der Eigentümer, notwendige Investitionen vorzunehmen.

Es sei nötig, die Attraktivität für Einwohner und Touristen zu erhalten und zu steigern und existenzsichernde Grundlagen für Gewerbe, Dienstleister und Gastronomie zu erarbeiten und Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen.

Bei der Erarbeitung des Zukunftskonzeptes soll in einem dritten Schritt eine Bürgerbeteiligung stattfinden. Im vierten Schritt soll die Verwaltung verpflichtet werden, jegliche städtischen Vorhaben rechtzeitig daraufhin zu überprüfen, inwieweit sie mit den Erkenntnissen und Vorgaben des beschlossenen „Entwicklungs- und Zukunftskonzept für Rinteln und seine Ortsteile“abzustimmen sind. Schließlich dürfe das entwickelte Konzept „nicht in der Schublade verschwinden“, mahnt Sasse an.

Wie Sasse ergänzend mitteilt, unterstütze der Arbeitskreis Denkmalschutz den Antrag. Ein Zusammenwirken mit der schon bestehenden Fortschreibung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts „Historische Ortslage“ (ISEK) der BauBeCon Sanierungsträger GmbH aus 2018 würde sich laut dem Vorsitzenden Dr. Alexander Lattermann anbieten. Sie diente damals im Wesentlichen der Beschaffung von Fördermitteln, so Sasse weiter. Die Ortsteile seien jetzt unbedingt einzubeziehen, dies sei zu jener Zeit nicht geschehen, merkt der Antragsteller an.

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