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Kadosch und der Krautsand

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Krautsand? Was soll das denn sein? Kenne ich nicht. Erzähl’ doch `ma!.

Luna und ich waren auf Krautsand, das ist eine Insel in der Elbe. Mitten im Fluss bei Drochtersen gibt es eine der traumhaften Elbinseln in diesem Teil des Stromes. Heute ist es wohl eher eine Halbinsel, doch ein kleines Rinnsal trennt immer noch das Festland von der Insel. Mit zwei Brücken ist sie mit dem Rest der Welt verbunden.

Herrlich ist es dort, Sandstrände, Ebbe und Flut, ganz viele Schiffe fahren vorbei. Es gibt einen Campingplatz und sehr nette private Vermieter.

Hamburg ist nur 65 km entfernt, die wunderschöne Altstadt von Stade ist „umme Ecke“, zur Fähre Glückstadt – Wischhafen „ein Klacks“ und nach Cuxhaven ist es auch nicht weit.

Das allerschönste aber: an dem 7 Kilometer langen Sandstrand gibt es keine Kurtaxe!

Luna war es nur recht, hier konnte sie buddeln, sich dreckig machen, Wasser allerorten. Ich hatte schon Bedenken, sie würde sich bis nach Neuseeland durchkämpfen. Das der Wasserrand jeden Tag und bei jeder Ebbe, bei jeder Flut wechselte, war ihr total egal – Luna buddelt, buddelt und buddelt.

Mit dem Strandwärter konnte man bestens im heimischen Platt plaudern, dann drückte er am späten Nachmittag auch schon `mal ein Auge zu, wenn wir nicht bis zum Hundestrand laufen wollten.
Und was sieht man für eine Vielfalt an Schiffen! Blaue, grüne, gelbe, rote Schiffe. Kranschiffe, Containerschiffe, Feeder, Polizeiflitzer, dazwischen wie verloren Segler und Ruderer. Ein Baggerschiff pendelte auf und ab. Die Höhe der Schiffe ist imposant. Stundenlang ausharren kann man auf dem Buhnenkopf.

Und dann rauscht eine Königin vorbei, die QM 2!

Was ist denn das nun schon wieder? Für Eingeweihte sei gesagt, es ist die 345 m lange Queen Mary 2. Dieses wunderschöne Passagierschiff wird an der Elbe von allen geliebt. Wenn sie hier elbauf oder elbab fährt, dann stehen die Ufer voller Menschen und huldigen diese Königin aller Passagierdampfer.
Luna aber war es total egal, welcher Riese gerade vorüber zog. Hauptsache keine unerwarteten Wellen. Pudelnass wird die Kleine, stört sie aber letztlich nicht beim buddeln. Am Ende der Woche waren ihre Krallen schön kurz, wieder einmal den Schönheitssalon eingespart.

Nur mit Restaurants war das nicht so prickelnd, da musste man diesen idyllischen Ort verlassen, doch es tut der Liebe zu diesem Fleckchen Erde keinen Abbruch. Vor dem Dorf allerdings gibt es ein Café und Restaurant, welches bezeichnenderweise „Café zum Paradies“ heißt – ist das nicht herrlich?

Das spannendste auf Krautsand ist der Krautsander Race Club. Er veranstalte die Rasenmähertrecker-Weltmeisterschaft. Die Bahn ist ein tückischer Rennkurs mit Schlammloch, Sandhügel und engen Kurven und muß bis zu 50 mal durchfahren werden.. Eine Herausforderung für Mensch und Material. Leider fand dies Spektakel nicht zu unserer Zeit statt – schade.

Auf dem Heimweg waren wir noch in meiner alten Heimatstadt Hamburg an der Elbe, besuchten meine Geburtsstadt Lauenburg an der Elbe und machten uns auf den Weg nach Rinteln an der Weser, wo es auch schön ist, finde ich. Wählte ich sonst Rinteln zu meiner neuen Heimatstadt?

Es muss nicht immer die Dominikanische Republik sein!

In diesem Sinne grüß Euch
Euer Kadosch

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