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Niedersachsens ältestes Kupferbeil kommt nach Rinteln

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Am kommenden Montag, dem 20.10.2014 um 19:00 Uhr, gibt es im Ratskellersaal Gelegenheit für einen faszinierenden Einblick in die Vorgeschichte des Rintelner Wesertals.

Niedersachsens Landesarchäologe Dr. Henning Haßmann wird gemeinsam mit dem für unser Gebiet zuständigen Bezirksarchäologen Friedhelm Wulf anhand von Lichtbildern über das bei Steinbergen entdeckte 5.500 Jahre alte Kupferbeil referieren und Rede und Antwort stehen. Das Fundstück, das nach einer Pressekonferenz in Hannover im Juli deutschlandweit für Aufsehen sorgte (wir berichteten), ist dann auch im Original zu besichtigen. Es ist ein herausragendes Zeugnis der frühen Bauernkulturen in Niedersachsen zur Zeit des berühmten alpinen Gletschermannes „Ötzi“.

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In Steinbergen gefunden: Das Kupferbeil kommt nach Rinteln.

Ebenfalls einen Vortrag halten wird der Metallexperte des Instituts für Anorganische Chemie an der Leibniz Universität Hannover, Dr. Robert Lehmann. Unter Lehmanns Leitung wurden metallurgische Analysen durchgeführt, die erstaunliche Rückschlüsse zur Entstehungsgeschichte des ungewöhnlichen Gegenstandes erlauben.

Haßmann, Wulf und Lehmann sind Wissenschaftler der Praxis und für ihre anschauliche Darstellung bekannt. Der Vortrag wendet sich nicht an ein Fachpublikum, sondern alle Interessierten.

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Die Wissenschaftler werden auch über das ebenfalls zu Berühmtheit gelangte mittelalterliche „Ulfberht“-Schwert berichten, das vor einiger Zeit bei Hess. Oldendorf in der Weser gefunden wurde. Es gehört zu einer Gruppe besonders legendärer Waffen, die vor allem im Machtbereich der Wikinger verbreitet waren. Auch hier erlauben die Metallanalysen interessante Rückschlüsse und Zuordnungen. Anders als das Kupferbeil kann dieses Schwert nicht im Original vorgestellt werden, da es sich aktuell in der Restaurierung befindet. Dennoch ist auch hier durch zahlreiche Fotos Anschaulichkeit garantiert.

Der Eintritt ist frei.


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