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„Woche der Industrie 2019“: Bundestagsabgeordneter Maik Beermann zu Besuch bei AHE Weserkies

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(Engern) Im Rahmen der „Woche der Industrie 2019“ wurde der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) vom Verband der Bau- und Rohstoffindustrie e.V. (Vero) ins Unternehmen AHE Schaumburger Weserkies nach Rinteln eingeladen um zum einen das Kieswerk und das neue Verbundsteinwerk zu besichtigen und zum anderen über die aktuelle Situation der Rohstoffindustrie zu sprechen.

Nach einer Vorstellung des Unternehmens und der AHE Unternehmensgruppe durch den Geschäftsführer Sascha Wagener stellte Andreas Goedecke, Vero-Landesvorsitzender Niedersachsen, seinen Verband vor. Ggemeinsam zeigten sie Beermann die oftmals unbemerkte Wichtigkeit der mineralischen Rohstoffindustrie auf und vor welche Probleme die Branche durch lange Genehmigungsprozesse für neue Abbaugebiete gestellt werde.

„1kg Steine benötigt jeder Bundesbürger im Schnitt pro Stunde, also 24kg pro Tag“, so Wagener. „und wir erzeugen diese Nachfrage mit unserem Kieswerk nicht, wir decken sie nur.“ Mehr als die Hälfte dieses Materials werde in Projekten der Öffentlichen Hand verbaut – dazu zählen vornehmlich Straßen, Brücken und Gebäude – und die Allgemeinheit profitiere dadurch. Die Öffentliche Hand ist es wiederum, die die Genehmigungsprozesse zu Generationsprojekten werden lasse: „Wenn wir heute ein neues Abbaugebiet an der Weser erschlossen haben und in diesem für die nächsten 20 Jahre arbeiten, müssen wir uns jetzt schon um das nächste kümmern, damit wir die Arbeit nahtlos fortsetzen können“, so Wagener.

Dass ein Abbaugebiet sogar ein langfristiger Beitrag zum Naturschutz sein kann, zeigt sich auch durch die Auenlandschaft Hohenrode, einem ehemaliges Abbaugebiet, dass zum Naturschutzgebiet erklärt wurde und für den AHE den brancheneigenen Nachhaltigkeitspreis 2019 erhielt. „Aus einer landwirtschaftlichen Nutzfläche wurde eine Auenlandschaft mit hohem Artenreichtum geschaffen. Hier haben wir eng mit dem NABU zusammengearbeitet und diesem letztlich auch das Gebiet überschrieben“, erklärt Wagener dem Abgeordneten.

Aber auch regionale Herausforderungen waren Thema: Durch die letzten beiden trockenen Sommer hat die Oberweser teilweise nur noch eine Fahrtiefe von einem Meter. „Zu wenig für unsere Schiffe“, so Wagener. Eine Vertiefung der Weser würde hier Abhilfe schaffen, doch sei diese derzeit nicht abzusehen. Dadurch müssen zahlreiche LKW für den Transport der Rohstoffe eingesetzt werden. Beermann sagte zu, sich hier für eine Lösung einsetzen zu wollen.

Bei der anschließenden Betriebsbesichtigung konnte sich Beermann vom Neubau des Verbundsteinwerkes überzeugen. Der Technische Leiter Holger Döring zeigte dem Abgeordneten die einzelnen automatisierten Arbeitsprozesse. 10 Millionen Euro wurden hier in Schaumburg für das modernste deutsche Werk investiert. (pr)

Video: 1 Kilo Steine pro Stunde

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